King Crimson – In the Court of the Crimson King


Erscheinungsjahr 1969 | DVD-Audio | Progressive Rock

Das Erstlingswerk IN THE COURT OF THE CRIMSON KING von King Crimson, welches am 10. Oktober 1969 erschienen war, gilt als die Geburtsstunde des Progressive Rock. Die Anfang des Jahres frisch gegründete Band konnte kurz darauf den Produzenten der Moody-Blues dazu überreden ein Album aufzunehmen. Während der Aufnahmen trennte man sich aber wieder von ihm, da er der Band den identischen Moody-Blues-Sound verpassen wollte. King Crimson wollten dagegen was eigenständiges entwickeln.

Im Juli und August 1969 fanden schließlich die Aufnahmen zum Album statt. Da nicht genügend komponiertes Material für eine ganze LP zur Verfügung stand, entschloss man sich noch eine längere Improvisation einzubauen, die im Anschluss an die Ballade Moonchild eingefügt wurde.
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The Doors – The Best Of (Quad-Mix)


Erscheinungsjahr 1973 | Blu-ray Disc | Psychedelic

2017 feierten The Doors ihren 50. Geburtstag. Anlässlich dieses runden Jubiläums veröffentlichte man eine Compilation, die alle Singles der Band inklusive B-Seiten enthält. Diese wurde zum einen in Form von 20 Vinyl-Singles veröffentlicht (also genau in der Aufmachung wie die Singles auch in den 60ern veröffentlicht wurden), dann noch als normale Doppel-CD und als Doppel-CD mit zusätzlicher Blu-ray. Auf dieser Blu-ray befindet sich kein Videomaterial, sondern der originale Quadrophonie-Mix ihres Best Of-Albums von 1973.

Dieses Best Of-Album ist seinerzeit nur als Quadrophonie-Platte veröffentlicht worden, um die neue Technik und den Absatzmarkt an neuen Geräten und zusätzlichen Lautsprechern anzukurbeln. In den 80ern, als Quadrophonie längst wieder tot war, kam eine Wiederveröffentlichung als herkömmliche Stereo-Schallplatte. Weiterlesen …

Genesis – Calling All Stations


Erscheinungsjahr 1997 | SACD + DVD | Progressive Rock

Einige Zeit nachdem Genesis mit ihrem Doppelalbum WE CAN‘T DANCE regelrecht die Charts beherrschten, kündigte Keyboarder Tony Banks in einem Interview an, dass das nächste Album düster werden würde. Man wolle wieder mehr in die herbstlich-melancholische Stimmung eintauchen, die Genesis Ende der 70er perfektionierte und weniger unbeschwerten Pop machen. Sänger und Schlagzeuger Phil Collins hatte da andere Pläne und wollte lieber seine Solokarriere verfolgen, woraufhin er die Band verließ. Jetzt waren sie nur noch zu zweit, Banks und sein langjähriger Mitstreiter an der Gitarre und Bass, Mike Rutherford. Für die beiden Gründungsmitglieder war klar, dass es weitergehen sollte, schließlich waren beide – überspitzt gesagt – die Puppenspieler, die Jahrzehntelang die musikalischen Fäden in der Hand hielten. Weiterlesen …

Roger Waters – Amused to Death


Erscheinungsjahr 1992 | Blu-ray Disc | Progressive Rock

Roger Waters begann die Arbeiten an seinem dritten Soloalbum nach seinem Ausstieg von Pink Floyd im Jahr 1987. Die Aufnahmen zogen sich über mehrere Jahre hin und das Album wurde schließlich im September 1992 veröffentlicht.

Musikalisch und thematisch macht Waters da weiter, wo er mit seiner ehemaligen Band bereits bei THE WALL und THE FINAL CUT angefangen hatte. AMUSED TO DEATH ist ein Konzeptalbum geworden, welches wieder Krieg und im speziellen die Massenmedien thematisiert. Viele der Songs nehmen direkten Bezug auf zeitgeschichtliche Ereignisse, die um die Entstehungszeit des Albums passierten, wie etwa den Zweiten Golfkrieg und die Studentendemonstrationen am Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Waters kritisiert in seinem Werk die Bagatellisierung des Krieges durch sensationsjournalistische Berichterstattung seitens der Medien.
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Tears For Fears – Songs From The Big Chair


Erscheinungsjahr 1985 | Blu-ray Disc | New Wave

Mit ihrem zweiten Longplayer SONGS FROM THE BIG CHAIR gelang der englischen New Wave Formation Tears for Fears 1985 der internationale Durchbruch. Auf dem Album befinden sich die beiden Hits Shout und Everybody Wants to Rule the World, welche auch heute noch im Radio gespielt werden und vielen geläufig sein dürften. SONGS FROM THE BIG CHAIR unterscheidet sich beträchtlich von seinem Vorgänger THE HURTING, der noch deutlich melancholischer und düsterer daherkam.
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Djabe & Steve Hackett – Life is a Journey


Erscheinungsjahr 2017 | DVD | Jazz

Gitarrist Steve Hackett und die Mitglieder der ungarischen Jazzband Djabe dürften bereits seit 15 Jahren miteinander befreundet sein. Doch außer einer handvoll Konzerte und Gastauftritte haben sich ihre musikalischen Wege nicht sonderlich gekreuzt. Das hat sich im Sommer 2016 geändert, als die Musiker für einige Tage nach Sardinien fuhren um dort miteinander zu jamen. Hacketts früherer Tontechniker Benndict Fenner nahm analoges Studioequipment (24 Spur-Bandmaschinen!) mit auf die Insel, um das gemeinsame spontane Musizieren aufzuzeichnen. Djabe-Bassist Tamás Barabás schnappte sich die Bänder und schnitt aus dem Material wie ein Filmcutter ein ganzes Album zusammen und fügte hier und da noch einige Dinge ein, um verschiedene Teile miteinander verbinden zu können. Anschließend erstellte er aus dem Mix noch einen Surroundmix, der dem Album beigefügt wurde und als Digipak veröffentlicht wurde. Weiterlesen …

Steven Wilson – To The Bone


Erscheinungsjahr 2017 | Blu-ray Disc | Progressive Pop

Zwischen den zahlreichen Remixen für diverse Bands, fand Steven Wilson Ende 2016 wieder Zeit, an eigener Musik zu arbeiten. Der ehemalige Kopf von Porcupine Tree veröffentlichte sein letztes Album HAND CANNOT ERASE 2015. Im folgenden Jahr kam schließlich mit 4 ½ ein Album heraus, welches ältere, zumeist unveröffentlichte Stücke enthielt.

Wilson wird weitestgehend mit dem Progressive Rock in Verbindung gebracht. Für Fans ist er so etwas wie der letzte Jedi, man könnte auch meinen, der King of Progressive Rock. Während sich die weiteren Vertreter des Genres kaum in die Albencharts verirren, schaffen es die Veröffentlichungen von Steven Wilson sogar in die Top 10. So auch das in diesem Jahr veröffentlichte TO THE BONE, welches in Deutschland auf Platz 2 kam.

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Emerson, Lake & Palmer – Fanfare 1970-1998 (Box-Set)


Erscheinungsjahr 2017 | Blu-ray Disc | Progressive Rock

Vor einigen Wochen kam eine neue Box heraus, die das Schaffen der vermutlich ersten Supergroup würdigte. Gemeint ist die britische Progressive Rock Band Emerson, Lake & Palmer, von vielen nur abgekürzt ELP genannt.

ELP gründeten sich 1970 und bestanden, wie es der Bandname schon vermuten lässt aus Keyboarder Keith Emerson, der zuvor bei The Nice in die Tasten haute, Bassist und Sänger Greg Lake, bisher bei King Crimson und Carl Palmer hinterm Schlagzeug, der gerade Atomic Rooster gegründet hatte, diese Band aber zugunsten ELP verließ.

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Yes – The Yes Album


Erscheinungsjahr 1971 | Blu-ray Disc | Progressive Rock

Auch die britische Band Yes, eine dieser Rockdinosaurier, die Anfang der 70er Jahre den Progressive Rock maßgeblich prägte, gehört zu jenen Bands, die von Steven Wilson eine Frischzellenkur in Form von neuen Remixen erfährt.

Bei dem 1971 mit simplen Titel erschienen Output THE YES ALBUM, handelt es sich um das dritte Studioalbum der Band. Waren die ersten beiden Veröffentlichungen noch mehr der 60er Jahre angehauchten Beat- und Psychodelic-Musik zugeneigt, fanden Yes mit diesem neuen Album ihren eigenen Sound. Gitarrist Peter Banks hatte die Band verlassen und wurde durch Steve Howe ersetzt, der auch die Optionen hatte, bei Jethro Tull oder The Nice einzusteigen. Weiterlesen …

Pink Floyd – The Dark Side of The Moon


Erscheinungsjahr 1973 | SACD | Progressive Rock

Es wird Zeit, den Surroundmix von THE DARK SIDE OF THE MOON zu besprechen. Dieser Mix machte mich, als ich ihn 2008 das erste mal hörte, zum Fan von Musik in 5.1. Erschienen ist der Mix 2003 auf SACD zum 30. Geburtstags des Albums mit einem leicht abgeändertem Cover.

THE DARK SIDE OF THE MOON ist Pink Floyds bekanntestes und erfolgreichstes Werk. Es verkaufte sich über 50 Mio. mal und war 15 Jahre ununterbrochen in den amerikanischen Albumcharts. Es ist ein Konzeptalbum, welches jedoch keine durchgängige Geschichte erzählt. Stattdessen greift jeder Song die Frage auf, was einen sensiblen Menschen in den Wahnsinn treiben kann. Diese Idee kam Bassist Roger Waters auf, als er miterlebte, wie der ehemalige Bandgitarrist Syd Barrett mehr und mehr ein Schatten seiner Selbst wurde. Weiterlesen …