Elton John – Madman Across The Water


Erscheinungsjahr 1971 | SACD | Soft-Rock

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Von Gunnar Rode

MADMAN ACROSS THE WATER ist das vierte Album von Elton John und wurde am 05.11.1971 veröffentlicht. Aufgrund des Plattenvertrags war es notwendig schnell ein neues Album auf den Markt zu bringen. Da er aufgrund des Tourneestresses kaum Zeit zum Komponieren hatte und auch der Fundus an vorhandenen Liedern verbraucht war, entstanden die Songs eher halbherzig und wurden in nur 10 Tagen in den Trident Studios in London aufgenommen (dort zum letzten mal, die nächsten 3 Alben sollten im Studio Chateau d’Herouville in Frankreich aufgenommen werden). Als „Kernband“ waren wieder Davey Johnstone, Dee Murray und Nigel Olsson dabei, welche, betrachtet man es rückwirkend, als die klassische Bandbesetzung angesehen werden können.

Das Album selber war im Gegensatz zu den Vorgängern wenig erfolgreich und belegte als höchste Chartplatzierung in England Platz 41, in den USA erreichte es immerhin Platz 8.

Der Surroundmix des Albums wurde wieder von Greg Penny erstellt.


Tracklist:

1 Tiny Dancer – 6:15
2 Levon – 5:22
3 Razor Face – 6:42 (die normale CD Version hat eine Dauer von 4:44)
4 Madman Across the Water – 5:56
5 Indian Sunset – 6:45
6 Holiday Inn – 4:17
7 Rotton Peaches – 4:56
8 All the Nasties – 5:08
9 Goodbye – 1:48

Gesamtdauer: 47:30


Die Musik:

Die Resonanz auf dieses Album fiel schlecht aus, hauptsächlich wurde bemängelt das kaum eingängige Melodien vorhanden gewesen seien, welche dem ein oder anderen Song eine Singleauskopplung mit Spitzenplatzchance ermöglicht hätten. Lediglich Levon (Platz 24 USA) und Tiny Dancer (Platz 41 USA) wurden als Single ausgekoppelt.

Ich persönlich finde das Album nicht so schlecht wie es dargestellt wird, wobei man sagen muss, dass auch Elton John selbst mit dem Album unzufrieden war und aufgrund der schlechten Kritiken sogar zeitweise damit liebäugelte seine Karriere auf Eis zu legen – was er zum Glück nicht tat. Für meinen Geschmack hätten mindestens auch Madman Across the Water und Indian Sunset Singlepotential gehabt.

Wertung: 80 %


Besetzung:

Elton John – Vocals, Backing Vocals, Piano
Roger Pope – Drums
Nigel Olsson – Drums, Backing vocals
Les Hurdie – Bass Guitar
Barry Morgan – Drums
BJ Cole – Steel Guitar
Paul Buckmaster – Orchestrierung
Brian Odgers – Bassguitar
Jack Emblow – Akkordeon
Rick Wakeman – Orgel
Terry Cox – Drums
Chris Spedding – E-Guitar, Slide-Guitar
Diana Lewis – ARP Synthesiser
Chris Laurence – Doublebass
Cantores em Ecclesia Choir – Begleitstimmen
Kaleb Quaye – Acoustic Guitar, Electric Guitar
Herbie Flowers – Bass Guitar
Dee Murray – Bass Guitar, Background vocals
Brian Dee – Harmonium
Barry St.John, Liza Strike, Roger Cook, Terry Steele, Lesley Duncan, Tony Burrows , Sue & Sunny– Backing vocals
Ray Cooper – Percussion, Tambourine


Der Surroundmix:

Auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole, der Surroundmix von Greg Penny ist einmal mehr sehr gut gelungen. Um es vorweg zu nehmen, alle Surroundmixe, die Penny von Elton Johns frühen Alben angefertigt hat, haben dieses Prädikat verdient, eine Entwicklung der Mixe wie zum Beispiel bei denen der Beatles Alben (von Pepper bis Abbey Road) sind hier für mich nicht zu hören (was sicherlich der Aufnahmetechnik geschuldet ist). Auch sind keine negativen kompletten Ausfälle zu verzeichnen, hier konnten gleich vom ersten Album an die Instrumente sehr schön auf alle Lautsprecher verteilt werden. Die Leadvocals von Elton John klingen glasklar und druckvoll aus dem Centerlautsprecher, wurden aber auch etwas leiser auf die Front- und mit etwas Hall auf die Rearlautsprecher gelegt, so dass ein raumfüllender Gesang ensteht. Auch die schönen Orchestrierungen sind wieder auf die Rearlautsprecher verteilt worden.

Für meinen Geschmack sollten sich alle Surroundmixer vor dem Erstellen eines Mixes diese Greg Penny Mixe anhören – wobei sich der eindeutig beste Surroundmix dieser Serie auf dem Album „Goodbye Yellow Brick Road“ befindet, der schlechteste (wenn man das überhaupt sagen kann) auf dem Album „Captain Fantastic and the Brown Dirt Cowboy“, dazu aber zu gegebener Zeit mehr.

Wertung: 95 %


Vorhandene Tonformate:
SACD DSD 5.1
SACD DSD 2.0
CD Audio

Album starten:

Wenn beim Equipment eingestellt, beginnt das Album im 5.1 Mix.


Bonusmaterial:

Keines. Einzig der Song Razor Face ist im Surroundmix 6:42 lang (normal 4:44), bedingt durch ein längeres instrumentales Ende. Zudem ist der Titeltrack Madman Across the Water eine Neueinspielung und differiert von dem Bonustracktitel auf dem Album „Tumbleweed Connection“ gewaltig.


Anspieltipp:

Madman Across the Water, Tiny Dancer, Levon, Indian Sunset


Fazit:

Trotz der schlechten Kritiken für mich ein schönes und eingängiges Elton John Album, welches im Surroundmix deutlich an Hörwert gewinnt.

Pros / Cons:
+ erstklassiger Surroundmix
+ SACD (+1 %)
– Kein wirklicher Hit auf dem Album

 

GESAMTWERTUNG: 92 %

Erläuterungen zur Bewertung

Verfügbarkeit:

SACD: Die SACD wird aktuell noch sehr günstig neu ab knapp 21 Euro angeboten.

Stand: 06.12.2019

 


Links:

Webseite von Elton John

 

 

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