The xx – xx
Erscheinungsjahr: 2009 | STREAMING | Indie-Rock
Eine Dolby Atmos Streaming Review
2009 erschien mit XX ein Debütalbum der Band The xx (mit kleinen x), das sich auffällig jeder Form von Übertreibung verweigerte. Statt einer opulenter Produktion setzten The xx auf Reduktion, leise Töne und viel Raum zwischen den einzelnen Elementen. Gerade diese Zurückhaltung macht den besonderen Reiz des Albums aus und sorgt dafür, dass sich die Songs eher entfalten als aufdrängen.
Die Bandmitglieder, alle um 1990 geboren, stammen aus dem Londoner Stadtteil Putney und gingen gemeinsam auf die Elliott School. Bereits im Alter von 15 Jahren probten sie zusammen und sammelten erste Bühnenerfahrungen. Mit Romy Madley Croft und Oliver Sim verfügte die Band von Beginn an über zwei markante Leadstimmen, die im ständigen Wechselspiel einen großen Teil des Reizes ausmachen. Ergänzt wurde das Line-up durch Jamie Smith an Beats und Elektronik sowie zunächst Baria Qureshi an Gitarre und Keyboard.
Aufgenommen wurde XX zwischen Ende 2008 und Anfang 2009 im Studio von XL Recordings in London. Jamie Smith, besser bekannt als Jamie xx, prägte den Sound entscheidend mit seinen sparsamen elektronischen Beats und der bewusst minimalistischen Produktion. Gitarren, Bass, Stimmen und dezente Rhythmuselemente stehen eng nebeneinander und schaffen eine ungewöhnlich intime Atmosphäre. Der Erfolg stellte sich nicht sofort ein, entwickelte sich jedoch nach und nach, bis das Album schließlich 2010 mit dem Mercury Prize ausgezeichnet wurde. Seit einigen Monaten kann man es über Streaming in Dolby Atmos hören.
Screenshot Apple Music App
Tracklist:
1 Intro – 2:07
2 VCR – 2:57
3 Crystalised – 3:21
4 Islands – 2:40
5 Heart Skipped a Beat – 4:02
6 Fantasy – 2:38
7 Shelter – 4:30
8 Basic Space – 3:08
9 Infinity – 5:13
10 Night Time – 3:37
11 Stars – 4:23
Gesamtdauer: 38:39
Die Musik auf dem Debütalbum von The xx erinnert stellenweise an frühe Alben von The Cure. Dominanter Bass, cleane Gitarre, ein reduzierter Rhythmus, meist zweistimmiger Gesang und gelegentlich ein zurückhaltender Keyboardeinsatz prägen das Klangbild. Das sollte jedoch keine Entschuldigung dafür sein, dass sich die Räumlichkeit bei diesem Atmos-Mix größtenteils in Grenzen hält.
In gut der Hälfte der Stücke passiert im Raum vergleichsweise wenig. Eine gewisse Immersion entsteht vor allem durch die Einbindung der Höhenkanäle, während in der hinteren Raumhälfte kaum Aktivität festzustellen ist. Meist ist es die Gitarre, die leicht erhöht positioniert wird, was gut funktioniert und klanglich überzeugt. Gelegentlich sind auch Teile des Beats in den oberen Ebenen angesiedelt.
Ab dem Stück Islands gibt es jedoch immer wieder Momente, in denen der Mix deutlich räumlicher wirkt. Hier wird stärker in die Höhe und teilweise auch in die Breite gearbeitet, sodass einzelne Gitarren seitlich erscheinen oder vereinzelt auch Signale aus dem Rear-Bereich wahrnehmbar sind.
In erster Linie lebt der Mix aber von seiner vertikalen Ausrichtung. Entsprechend dürfte ein Downmix auf ein klassisches 5.1-Setup deutlich frontlastiger klingen. Auf einem Atmos-Setup kann der Mix dennoch überzeugen und entfaltet vor allem bei etwas höheren Lautstärken eine stimmige Atmosphäre. Diese sind sogar notwendig, damit sich der Mix richtig entfalten kann, da die Musik trotz ihrer scheinbaren Monotonie einen beachtlichen Dynamikumfang besitzt. Immer wieder tauchen sehr leise, subtile Details auf, die sonst leicht untergehen. Der sechste Track Fantasy bewegt sich zudem über weite Strecken auf einem sehr niedrigen Lautstärkeniveau.
Anspieltipp:
Night Time, Shelter
Fazit:
Der Mix ist okay, hätte aber deutlich immersiver werden können, trotz reduzierten Arrangements.
WERTUNG DOLBY ATMOS MIX: 74 %
Streaming: Den Dolby Atmos Mix von XX gibt es bei entsprechendem Abo bei Apple Music zu hören. Bei Tidal habe ich ihn nicht gefunden. Amazon Music konnte ich nicht überprüfen.
Stand: 30.04.2026
Links:
Offizielle Webseite von The xx