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	<title>Genesis Archive | surroundmixe.de</title>
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	<description>Stereo ist nicht genug...   &#124;     Musik in Dolby Atmos und Surround Sound</description>
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	<title>Genesis Archive | surroundmixe.de</title>
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		<title>Phil Collins &#8211; No Jacket Required</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2025 11:52:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blu-ray Disc]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming]]></category>
		<category><![CDATA[Blu-Ray Disc]]></category>
		<category><![CDATA[Dolby Atmos]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
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		<category><![CDATA[Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1985 &#124; Blu-ray Disc / Streaming &#124; Pop</span></span></h5>
<hr />
<p><span style="font-size: 12px;"><strong>Springen zu:</strong>  <a href="#Musik">Musik</a>  &#124;  <a href="#Mix">Surroundmix</a>  &#124;  <a href="#Start">Albumstart</a>  &#124;  <a href="#Bonus">Bonusmaterial</a>  &#124;  <a href="#Fazit">Fazit</a>  &#124;  <a href="#Verfuegbarkeit">Verfügbarkeit</a></span></p>
<p>Im Februar 1985 veröffentlichte Phil Collins das Album, das ihn endgültig zum Superstar machte, und zugleich in den folgenden Jahrzehnten für viele Kritiker zu einer Art Reizfigur werden ließ. Von diesem Zeitpunkt an war Collins allgegenwärtig: im Radio, auf MTV und in den Charts – sowohl mit seinen zahlreichen Solohits als auch mit den beiden folgenden Genesis-Alben, die viele fälschlicherweise nur noch als „Phil Collins mit zwei anderen Typen“ wahrnahmen.</p>
<p>NO JACKET REQUIRED war sein drittes Soloalbum und verkaufte sich über 25 Millionen Mal, davon mehr als 12 Millionen allein in den USA. Weltweit erreichte das Album die Spitzenposition der Charts, und auch die ausgekoppelten Singles platzierten sich durchweg auf den vorderen Rängen. Collins wollte sich mit dieser Produktion bewusst von den dunkleren, introspektiven Tönen seiner ersten beiden Alben lösen und ein insgesamt optimistischeres, tanzbareres Werk schaffen – mit Songs, die stärker von Rhythmus, Funk und Pop geprägt sind.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1985 | Blu-ray Disc / Streaming | Pop</span></span></h5>
<hr />
<p><span style="font-size: 12px;"><strong>Springen zu:</strong>  <a href="#Musik">Musik</a>  |  <a href="#Mix">Surroundmix</a>  |  <a href="#Start">Albumstart</a>  |  <a href="#Bonus">Bonusmaterial</a>  |  <a href="#Fazit">Fazit</a>  |  <a href="#Verfuegbarkeit">Verfügbarkeit</a></span></p>
<p>Im Februar 1985 veröffentlichte Phil Collins das Album, das ihn endgültig zum Superstar machte, und zugleich in den folgenden Jahrzehnten für viele Kritiker zu einer Art Reizfigur werden ließ. Von diesem Zeitpunkt an war Collins allgegenwärtig: im Radio, auf MTV und in den Charts – sowohl mit seinen zahlreichen Solohits als auch mit den beiden folgenden Genesis-Alben, die viele fälschlicherweise nur noch als „Phil Collins mit zwei anderen Typen“ wahrnahmen.</p>
<p>NO JACKET REQUIRED war sein drittes Soloalbum und verkaufte sich über 25 Millionen Mal, davon mehr als 12 Millionen allein in den USA. Weltweit erreichte das Album die Spitzenposition der Charts, und auch die ausgekoppelten Singles platzierten sich durchweg auf den vorderen Rängen. Collins wollte sich mit dieser Produktion bewusst von den dunkleren, introspektiven Tönen seiner ersten beiden Alben lösen und ein insgesamt optimistischeres, tanzbareres Werk schaffen – mit Songs, die stärker von Rhythmus, Funk und Pop geprägt sind.</p>
<p>Der Albumtitel geht auf eine Anekdote zurück: Collins wurde in ein nobles Restaurant nicht eingelassen, weil er kein Jackett trug, obwohl er dort mit Robert Plant verabredet war. Der Vorfall inspirierte den ironischen Titel NO JACKET REQUIRED.</p>
<p>Zum 40. Geburtstag des Albums hat Steven Wilson einen Dolby-Atmos-Mix erstellt. Damit zeigt sich erneut, dass er nicht nur bei Progressive-Rock-Klassikern seine Finger im Spiel hat, sondern auch immer wieder Pop-Alben aus den 80er-Jahren neu abmischt. Dass er nun ausgerechnet Phil Collins in seiner Remix-Vita hat, hat schon leicht ironische Züge. Nicht wenige sehen in Phil Collins bis heute eine Art Antichrist des Progressive Rock, der Genesis auf die „dunkle Seite“ des Pop geführt hat. Und Steven Wilson wird wiederum von vielen als Retter und Nachlassverwalter des Prog angesehen.</p>
<p>NO JACKET REQUIRED wurde als einzelne Blu-ray mit Dolby-Atmos-Mix veröffentlicht, ist aber natürlich auch auf den bekannten Streaming-Plattformen immersiv zu hören. Es ist übrigens nicht das erste Werk von Phil Collins, das im Streaming in Dolby Atmos vorliegt: Auch sein Tarzan-Soundtrack ist bereits in diesem Format verfügbar.</p>
<p style="text-align: justify;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6361 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/410-Foto-Phil-Collins-No-Jacket-Required.jpg" alt="Phil Collins No Jacket Required Blu-ray" width="1200" height="763" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/410-Foto-Phil-Collins-No-Jacket-Required.jpg 1200w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/410-Foto-Phil-Collins-No-Jacket-Required-300x191.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/410-Foto-Phil-Collins-No-Jacket-Required-1024x651.jpg 1024w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/410-Foto-Phil-Collins-No-Jacket-Required-768x488.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Tracklist:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;"> 1 Sussudio – 4:23<br data-start="185" data-end="188" />2 Only You Know and I Know – 4:20<br data-start="221" data-end="224" />3 Long Long Way to Go – 4:20<br data-start="252" data-end="255" />4 I Don&#8217;t Wanna Know – 4:12<br data-start="282" data-end="285" />5 One More Night – 4:47<br data-start="308" data-end="311" />6 Don&#8217;t Lose My Number – 4:46<br data-start="340" data-end="343" />7 Who Said I Would – 4:01<br data-start="368" data-end="371" />8 Doesn&#8217;t Anybody Stay Together Anymore – 4:18<br data-start="417" data-end="420" />9 Inside Out – 5:14<br data-start="439" data-end="442" />10 Take Me Home – 5:51</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Gesamtdauer: 46:25</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Musik"></a>Die Musik:</strong></p>
<p>Mitte der 80er-Jahre waren elektronische Schlagzeugsounds schwer angesagt. Drumcomputer und die typischen Simmons-E-Drums prägten den Zeitgeist. Es war nur folgerichtig, dass ein Schlagzeuger wie Phil Collins diese Entwicklungen aufgriff. Zur Veröffentlichung von NO JACKET REQUIRED war der Sound topaktuell und modisch. Spätestens in den 90ern wirkte er jedoch schon weit überholt und altmodisch. Collins selbst wies in den Credits seines 1996 erschienenen Albums DANCE INTO THE LIGHT darauf hin, dass dort keine Drum Machines zum Einsatz kamen. Interessant ist, dass der typische 80er-Sound heute wieder in zahlreichen Pophits, Alternative und Indie-Rock-Produktionen zu hören ist. Am Ende kommt eben alles zurück.</p>
<p>Mit seiner Solokarriere suchte Phil Collins bewusst einen amerikanisch geprägten Klang, um sich vom britischen Prog-Rock-Sound von Genesis abzusetzen. Soulige Balladen, markante Bläser und eingängige Grooves wurden zu seinem Markenzeichen. Auf NO JACKET REQUIRED kam eine deutlich funkige Note hinzu. Der Hit <em>Sussudio</em> erinnert stark an Prince, und auch andere Stücke des Albums klingen eher nach einem amerikanischen Superstar als nach einem kleinen britischen Schlagzeuger. Die musikalische Ausrichtung zielte klar auf den US-Markt, weshalb der enorme Erfolg des Albums in den USA kaum überrascht.</p>
<p>Während Genesis auch in den 80er-Jahren noch komplexe Harmoniefolgen, dynamische Brüche und ausgedehnte Instrumentalpassagen boten, konzentrierte sich Phil Collins zunehmend auf geradlinige Songs, eingängige Hooks und hymnische Refrains.</p>
<p>Eigentlich sollte ich zu diesem Album eine stärkere Verbindung haben. Wenn ich mich recht erinnere, war NO JACKET REQUIRED die erste LP, die ich mir Anfang der 90er selbst gekauft habe. Nachdem ich jedoch wenig später erstmals Genesis gehört hatte, verlor der Solo-Output von Phil Collins schnell an Reiz. In den letzten 30 Jahren habe ich das Album vielleicht fünfmal gehört. Beim Anhören des neuen Atmos-Mixes war ich allerdings durchaus positiv überrascht, dass da doch ein paar ganz gute Nummern drauf zu hören sind. Mit <i>Who Said I Would</i> kann man mich aber immer noch jagen. Das habe ich schon 1991 fürchterlich gefunden.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung:</strong> 76 %</span></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14px; color: #800000;">Besetzung:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;"> Phil Collins – vocals, backing vocals, keyboards, bass, drums, Simmons electronic drums, drum machines, vocoder, kalimba<br />
David Frank – keyboards, synth bass<br />
Nick Glennie-Smith – keyboards<br />
Daryl Stuermer – guitars, keyboards<br />
Leland Sklar – bass guitar, piccolo bass<br />
Don Myrick – saxophones, sax solo<br />
Louis Satterfield – trombone<br />
Michael Harris – trumpet<br />
Rahmlee Michael Davis – trumpet<br />
Gary Barnacle – sax solo<br />
Arif Mardin – string arrangements, orchestral introduction<br />
Sting – backing vocals<br />
Peter Gabriel – backing vocals<br />
Helen Terry – backing vocals</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Mix"></a>Der Surroundmix:</strong></p>
<p>Steven Wilson bietet im Dolby-Atmos-Mix seine gewohnt immersive und klar getrennte Verteilung der Instrumente und Klänge. Insgesamt wirkt der Mix einerseits sehr räumlich, andererseits aber stellenweise etwas zurückhaltend. Mitunter fehlt es an einer deutlicheren Separation der Keyboardsounds. Gelegentlich entsteht der Eindruck, als seien während der Produktion mehrere Keyboardspuren zu einem Gesamtsound zusammengeführt worden, den Wilson anschließend im Raum positionierte. Diese Flächen liegen meist in der hinteren Raumhälfte oder leicht über dem Kopf. Gitarrenparts werden je nach Song vorne, seitlich oder auch hinten wahrgenommen, während die Bläsereinsätze überwiegend höher im hinteren Bereich platziert sind. Die Höhenkanäle übernehmen dabei meist eine unterstützende Funktion.</p>
<p>Wie zu erwarten, richtet Wilson das Hauptaugenmerk auf das Instrument, mit dem Phil Collins am stärksten verbunden ist – das Schlagzeug. In einigen Stücken ist es ungewöhnlich frontlastig abgemischt, insbesondere dort, wo die typischen 80er-Jahre-E-Drums dominieren. Die eigentlichen Aha-Momente entstehen in den Fills, die über dem Kopf oder im hinteren Raum erklingen. Bei <em>Doesn’t Anybody Stay Together Anymore</em> und <em>Inside Out</em> ist das akustische Schlagzeug dagegen deutlich weiter in den Raum und auch etwas höher gemischt. Besonders gelungen ist die räumliche Platzierung der Drumcomputer-Klänge, die aus allen Richtungen und Ebenen kommen und das Klangbild beleben.</p>
<p>Die beiden Stücke, in denen die Rhythmik eine tragende Rolle spielt, zählen zugleich zu den Höhepunkten des Mixes. Das gilt zunächst für die Ballade <em>Long Long Way To Go</em>, bei der Sting im Refrain als Duettpartner zu hören ist. Dessen Wahl wirkt naheliegend, da das Stück in Atmosphäre und Gitarrensound stark an <em>Wrapped Around Your Finger</em> von The Police erinnert. Die Percussion ist hier sehr schön im gesamten Raum und in der Höhe verteilt, was eine dichte, stimmungsvolle Atmosphäre schafft. Gleiches gilt für das abschließende <em>Take Me Home</em>: Zunächst regnet eine Vielzahl percussiver Elemente von oben herab, bevor ein echtes Schlagzeug einsetzt, das Wilson effektvoll im hinteren Raum positioniert hat. Gegen Ende kommen zusätzliche Fills seitlich von oben hinzu.</p>
<p>Der Mix zeigt seine Stärken vor allem in den atmosphärischen, etwas unkonventionell arrangierten Songs, in denen Wilson mit Raum und Bewegung spielt. Auch der Hit <em>Don’t Lose My Number</em> profitiert von dieser Herangehensweise – hier machen besonders die Gitarrenparts im hinteren Raum Spaß. Klanglich überzeugt das Album insgesamt durch einen überraschend trockenen, klaren Gesamtklang, der mit nur wenig Hall auskommt. Angesichts der Produktionszeit Mitte der 80er ist das bemerkenswert. Die tiefen Frequenzen hätten stellenweise etwas kräftiger ausfallen dürfen, während <em>Inside Out</em> im Gegenzug etwas höhenbetont wirkt.</p>
<p>Wilson erstellt in der Regel auch einen separaten 5.1-Mix. Dieser unterscheidet sich von einem Atmos-Downmix und ist speziell für herkömmliche Surroundanlagen optimiert. Auch dieser Mix kann überzeugen: Es gibt eine durchgehend diskrete Verteilung, wobei das Schlagzeug – wie bei Wilsons in den letzten Jahren oftn üblich – etwas stärker in die Raummitte gemischt wurde als im Atmos-Mix. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Keyboards im 5.1-Mix etwas präziser herauszuhören sind, was vermutlich daran liegt, dass sie hier weitgehend in den Rears platziert wurden und dadurch unmittelbarer wirken. Auch der Bass wirkt im 5.1-Mix etwas kräftiger. Auf der anderen Seite fehlen hier natürlich die typischen Aha-Momente des Atmos-Mixes, wenn sich Klänge über dem Kopf ausbreiten.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung: </strong>94 %</span></p>
<hr />
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;"><strong>Vorhandene Tonformate: </strong><br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Dolby Atmos</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">DTS HD Master Audio 5.1</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">LPCM 2.0</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;"> </span></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Start"></a>Album starten:</strong></p>
<p>Das Album kann ohne Zuschalten des Fernsehers per Enter-Taste in Dolby Atmos gestartet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong><a id="Bonus"></a>Bonusmaterial:</strong></p>
<p>Es gibt kein Bonusmaterial auf der Blu-ray. Viele Fans bemängeln, dass der Bonussong <em>We Said Hello Goodbye</em> nicht enthalten ist, der seinerzeit auf der CD-Ausgabe veröffentlicht wurde, um das damals neue Medium attraktiver zu machen. Da ich das Album nur von der Vinyl-Ausgabe kannte, vermisse ich den Song auch nicht. <em>Take me Home</em> ist meiner Meinung nach auch der viel bessere Albumabschluss.</p>
<hr />
<p><strong>Anspieltipp:</strong></p>
<p>Take Me Home, Long Long Way To Go</p>
<hr />
<p><strong><a id="Fazit"></a>Fazit:</strong></p>
<p>Ein weiteres Album in &#8222;Wilson&#8220;-Qualität abgemischt.</p>
<p>Pros / Cons:<br />
<span style="font-size: 12px;">+ insgesamt sehr guter Mix in Dolby Atmos<br />
+ auch der 5.1-Mix kann überzeugen<br />
+ </span><span style="font-size: 12px;">High Resolution (+1 %)<br />
</span><span style="font-size: 12px;"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>GESAMTWERTUNG: 89 %<br />
</strong></h2>
<h2><img decoding="async" class="alignleft wp-image-13 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg" alt="" width="317" height="47" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg 317w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half-300x44.jpg 300w" sizes="(max-width: 317px) 100vw, 317px" /></h2>
<h6><a href="https://surroundmixe.de/erlaeuterungen-zur-bewertung/"><span style="font-size: 8pt;">Erläuterungen zur Bewertung</span></a></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Verfuegbarkeit"></a>Verfügbarkeit:</strong></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Blu-ray: <span style="background-color: #ffffff; color: #333333;">Die Blu-ray sollte noch ohne Probleme zu bekommen sein. Kostenpunkt ca. 22 Euro.</span></em></span></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Streaming: <span style="background-color: #ffffff; color: #333333;">NO JACKET REQUIRED sollte auch im Streaming bei Apple Music, Amazon Music und Tidal in Dolby Atmos verfügbar sein.<br />
</span></em></span></p>
<p><em>Stand: 09.11.2025</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong>Links:</strong></p>
<h6><a href="https://philcollins.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Offizielle Seite von Phil Collins</a></h6>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Genesis &#8211; The Lamb Lies Down on Broadway (Dolby Atmos)</title>
		<link>https://surroundmixe.de/genesis-the-lamb-lies-down-on-broadway-dolby-atmos/</link>
					<comments>https://surroundmixe.de/genesis-the-lamb-lies-down-on-broadway-dolby-atmos/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Oct 2025 11:11:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blu-ray Disc]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming]]></category>
		<category><![CDATA[Blu-Ray Disc]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1974 &#124; Blu-ray / Streaming &#124; Progressive Rock<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p>Am 26. September erschien – fast ein Jahr verspätet – zum 50. Jubiläum die Deluxe Edition von THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY von Genesis. Abgesehen vom von der Band ungeliebten Debütalbum, das vor zehn Jahren in einem Boxset veröffentlicht wurde, ist es das erste Mal überhaupt, dass ein Album von Genesis als Deluxe Edition vorliegt. Umso überraschender ist es, dass die Wahl auf THE LAMB fiel und nicht auf einen der späteren Millionenseller wie INVISIBLE TOUCH oder WE CAN’T DANCE.</p>
<p data-start="677" data-end="1351">Innerhalb der Band gehörte THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY nie zu den Lieblingswerken. Zu langwierig und kompliziert war die Entstehungsgeschichte. Steve Hackett bemerkte sogar, das Album sei nicht mit ihm, sondern trotz ihm entstanden, da er sich zu wenig eingebracht habe. Allenfalls Peter Gabriel dürfte diesem Werk einen besonders hohen Stellenwert beimessen. Er war vermutlich auch der Hauptinitiator, der dafür sorgte, dass nun ein Dolby-Atmos-Mix entstand – erstellt in Gabriels Real World Studios von Bob Mackenzie, unter Beobachtung von Gabriel und Tony Banks, der bereits vor rund 20 Jahren Nick Davis beim Erstellen der 5.1-Mixe über die Schulter geschaut hatte.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1974 | Blu-ray / Streaming | Progressive Rock<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p><span style="font-size: 12px;"><strong>Springen zu:</strong>  <a href="#Musik">Musik</a>  |  <a href="#Mix">Surroundmix</a>  |  <a href="#Start">Albumstart</a>  |  <a href="#Bonus">Bonusmaterial</a>  |  <a href="#Fazit">Fazit</a>  |  <a href="#Verfuegbarkeit">Verfügbarkeit</a></span></p>
<p data-start="189" data-end="675">Am 26. September erschien – fast ein Jahr verspätet – zum 50. Jubiläum die Deluxe Edition von THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY von Genesis. Abgesehen vom von der Band ungeliebten Debütalbum, das vor zehn Jahren in einem Boxset veröffentlicht wurde, ist es das erste Mal überhaupt, dass ein Album von Genesis als Deluxe Edition vorliegt. Umso überraschender ist es, dass die Wahl auf THE LAMB fiel und nicht auf einen der späteren Millionenseller wie <a href="https://surroundmixe.de/genesis-invisible-touch/">INVISIBLE TOUCH</a> oder <a href="https://surroundmixe.de/genesis-we-cant-dance/">WE CAN’T DANCE</a>.</p>
<p data-start="677" data-end="1351">Innerhalb der Band gehörte THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY nie zu den Lieblingswerken. Zu langwierig und kompliziert war die Entstehungsgeschichte. Steve Hackett bemerkte sogar, das Album sei nicht mit ihm, sondern trotz ihm entstanden, da er sich zu wenig eingebracht habe. Allenfalls Peter Gabriel dürfte diesem Werk einen besonders hohen Stellenwert beimessen. Er war vermutlich auch der Hauptinitiator, der dafür sorgte, dass nun ein Dolby-Atmos-Mix entstand – erstellt in Gabriels Real World Studios von Bob Mackenzie, unter Beobachtung von Gabriel und Tony Banks, der bereits vor rund 20 Jahren Nick Davis beim Erstellen der 5.1-Mixe über die Schulter geschaut hatte.</p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-6324 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-1-Genesis-The-Lamb-Atmos.jpg" alt="The Lamb Lies Down On Broadway Deluxe Edition" width="1200" height="797" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-1-Genesis-The-Lamb-Atmos.jpg 1200w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-1-Genesis-The-Lamb-Atmos-300x199.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-1-Genesis-The-Lamb-Atmos-1024x680.jpg 1024w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-1-Genesis-The-Lamb-Atmos-768x510.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p data-start="1353" data-end="1990">Kommerziell war das Album seinerzeit kein durchschlagender Erfolg: In Großbritannien erreichte es lediglich Platz 10, während der Vorgänger <a href="https://surroundmixe.de/genesis-selling-england-by-the-pound/">SELLING ENGLAND BY THE POUND</a> im Vorjahr überraschend bis auf Platz 3 klettern konnte. Heute jedoch besitzt THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY innerhalb der Bandhistorie einen extrem hohen Stellenwert. Es war das letzte Album mit Peter Gabriel, ein langes Doppelalbum, das sich deutlich von früheren und späteren Arbeiten unterschied – und dazu ein Konzeptalbum mit einer Geschichte, die selbst von Bandmitgliedern kaum verstanden wurde (Phil Collins: „Fragen Sie Peter, ich bin nur der Drummer&#8230;“).</p>
<p data-start="1992" data-end="2374">Mike Rutherford sagte einmal in einem Interview, Genesis hätten eigentlich kein definitives Album, kein Hauptwerk wie Pink Floyd mit <a href="https://surroundmixe.de/pink-floyd-the-dark-side-of-the-moon-dolby-atmos/">THE DARK SIDE OF THE MOON</a>. Rückblickend muss man feststellen, dass Genesis sehr wohl ein solches Werk haben – eines, das selbst Rockfans, die mit Genesis sonst wenig anfangen können, zumindest dem Namen nach kennen: THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY.</p>
<p data-start="2376" data-end="3044">Die Deluxe Edition erschien in zwei Fassungen: einmal als Set mit 4 CDs und einer Blu-ray, sowie als Vinyl-Ausgabe mit 5 LPs und Blu-ray. Enthalten ist das reguläre Album in Stereo als Remaster des Originalmixes, nicht im Nick-Davis-Remix von 2007. Außerdem liegt die Liveaufnahme aus dem Shrine Auditorium in Los Angeles bei, die am 24. Januar 1975 entstand. Dieses Konzert wurde bereits 1998 im Archive-Boxset veröffentlicht; Teile von Leadgesang und Leadgitarre waren damals neu eingespielt worden und sind auch hier weiterhin enthalten. Neu hinzugekommen sind die beiden Zugaben Watcher of the Skies und The Musical Box, die von Stephen W Tayler gemischt wurden. Außerdem gibt es ein dickes Begleitbuch mit vielen Fotos, die mir noch nicht bekannt waren.</p>
<p data-start="2376" data-end="3044"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6329" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-5-Genesis-The-Lamb-Atmos.jpg" alt="The Lamb Lies Down On Broadway Dolby Atmos" width="1200" height="651" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-5-Genesis-The-Lamb-Atmos.jpg 1200w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-5-Genesis-The-Lamb-Atmos-300x163.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-5-Genesis-The-Lamb-Atmos-1024x556.jpg 1024w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-5-Genesis-The-Lamb-Atmos-768x417.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Tracklist:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">1 The Lamb Lies Down on Broadway &#8211; 4:54<br />
2 Fly on a Windshield &#8211; 2:45<br />
3 Broadway Melody of 1974 &#8211; 2:11<br />
4 Cuckoo Cocoon &#8211; 2:13<br />
5 In the Cage &#8211; 8:12<br />
6 The Grand Parade of Lifeless Packaging &#8211; 2:46<br />
7 Back in N.Y.C. &#8211; 5:39<br />
8 Hairless Heart &#8211; 2:10<br />
9 Counting Out Time &#8211; 3:41<br />
10 Carpet Crawlers &#8211; 5:16<br />
11 The Chamber of 32 Doors &#8211; 5:45<br />
12 Lilywhite Lilith &#8211; 2:49<br />
13 The Waiting Room &#8211; 5:17<br />
14 Anyway &#8211; 3:17<br />
15 Here Comes the Supernatural Anaesthetist &#8211; 2:49<br />
16 The Lamia &#8211; 6:58<br />
17 Silent Sorrow in Empty Boats &#8211; 3:01<br />
18 The Colony of Slippermen 8:12<br />
a. The Arrival<br />
b. A Visit to the Doktor<br />
c. The Raven<br />
19 Ravine &#8211; 2:06<br />
20 The Light Dies Down on Broadway &#8211; 3:32<br />
21 Riding the Scree &#8211; 4:07<br />
22 In the Rapids &#8211; 2:22<br />
23 it &#8211; 4:19</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Gesamtdauer: 94:15<br />
</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Musik"></a>Die Musik:</strong></p>
<p>THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY passt musikalisch eigentlich gar nicht so recht in die Diskographie von Genesis. Der Nachfolger A TRICK OF THE TAIL, bei dem Schlagzeuger Phil Collins den Gesang übernahm, steht klanglich deutlich näher am Vorgänger SELLING ENGLAND BY THE POUND. Diese beiden Alben, die THE LAMB wie Klammern umfassen, wirken warm, romantisch und sehr britisch. THE LAMB dagegen klingt kühl, düster, geheimnisvoll und spröde. Anders als bei den übrigen Genesis-Alben dieser Zeit gibt es hier kaum lange Stücke, stattdessen überwiegend Songs von oft unter vier Minuten Länge. Fast alle Titel gehen ineinander über, und wiederkehrende Themen unterstreichen den Konzeptcharakter. Ergänzt wird dies durch fragile instrumentale Zwischenspiele, die den Hörer in die bizarre Welt hineinziehen, die Peter Gabriel textlich entworfen hat.</p>
<p>All das macht THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY nicht unbedingt zu einem leicht konsumierbaren Werk. Bei mir hat es fast zehn Jahre gedauert, bis ich das Album verstanden habe – die Musik, nicht die Geschichte. Heute jedoch gilt THE LAMB als Klassiker des Progressive Rock, ein Werk, das in dieser Form von keiner anderen Band wiederholt werden konnte.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung:</strong> 100 %</span></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14px; color: #800000;">Besetzung:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Peter Gabriel – lead vocals, flute,<br />
Steve Hackett – acoustic and electric guitars<br />
Mike Rutherford – bass guitar, 12-string guitar<br />
Tony Banks – Organ, E-Piano, Harpsichord, Mellotron, ARP Pro Soloist synthesizer, String Synthesizer, Piano<br />
Phil Collins – Drums, Percussion, Vibraphone, backing vocals</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Brian Eno – Enossification (vocal treatments)</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Mix"></a>Der Surroundmix:</strong></p>
<p>Ich hatte den Dolby-Atmos-Mix noch nicht gehört, als ich im Internet die ersten Eindrücke las. Die Meinungen fielen extrem aus: Entweder man hasste den Mix und bedauerte, dass nicht Steven Wilson diesen neuen Mix erstellt hat, oder man war begeistert und sprach davon, das Album völlig neu zu hören – fast so, als würde man es zum ersten Mal erleben. Gut, dachte ich, so sind die Fans: Den einen kann man es nie recht machen, die anderen feiern alles ab, was ihre Lieblingsband veröffentlicht. Nachdem ich den Mix zum ersten Mal komplett durchgehört hatte, war auch ich zwiegespalten und wusste nicht recht, wie ich ihn einordnen sollte. Inzwischen habe ich das Album mehrfach in Atmos gehört und bin zu einem klareren Urteil gelangt.</p>
<p>Es stimmt: Der Atmos-Mix lässt THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY in einem völlig neuen Licht erscheinen. Man hat sich hier deutlich vom Ansatz gelöst, möglichst nah am Original zu bleiben – so wie es ein Steven Wilson tun würde. Man muss sich darauf einlassen: In Atmos wirkt THE LAMB wie ein alternatives Album.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6325" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-2-Genesis-The-Lamb-Atmos.jpg" alt="The Lamb Lies Down On Broadway Deluxe Edition" width="1200" height="617" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-2-Genesis-The-Lamb-Atmos.jpg 1200w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-2-Genesis-The-Lamb-Atmos-300x154.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-2-Genesis-The-Lamb-Atmos-1024x527.jpg 1024w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-2-Genesis-The-Lamb-Atmos-768x395.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>Schon der<a href="https://surroundmixe.de/genesis-the-lamb-lies-down-on-broadway/"> Surroundmix von Nick Davis</a> war dem alten Stereomix überlegen, weil er das Lamm von Staub befreite. Doch auch er blieb noch relativ nah am Original, was bedeutete, dass die Musik weiterhin wie eine „Wall of Sound“ wirkte, in der die Instrumente nicht immer klar unterscheidbar waren. Im Atmos-Mix ist das anders: Hier kann man nahezu jeden Ton heraushören. Dadurch wurde das Album allerdings auch ein Stück weit entmystifiziert.</p>
<p>Es gibt viele neue Details zu entdecken, die vorher kaum hörbar waren oder damals bewusst aus dem Mix entfernt wurden – manchmal wohl mit gutem Grund. Bei <i>Carpet Crawlers</i> etwa treten zusätzliche Gitarren hervor, die das Stück zunächst ein wenig unrund wirken lassen. Auch einige neue Vocal-Parts drängen sich stärker in den Vordergrund, was die Musik stellenweise etwas überproduziert erscheinen lässt. Überhaupt fällt erst jetzt auf, wie oft Peter Gabriel seinen Gesang gedoppelt hat.</p>
<p>Bemerkenswert ist auch, dass Phil Collins und Steve Hackett im Mix deutlich mehr Präsenz erhalten. Also genau die beiden Bandmitglieder, die nicht wie die anderen vom Charterhouse-Internat kamen und es in den frühen Jahren schwer hatten, sich durchzusetzen. Im Atmos-Mix wird erst richtig deutlich, was für ein begnadeter Schlagzeuger Collins damals war – man hört jede Nuance seines Spiels. Auch Hackett ist noch einmal präsenter geworden als im 5.1-Mix von Nick Davis: Das Album wirkt nun insgesamt gitarrenlastiger. Seine Aussage, das Album sei „trotz ihm“ entstanden, wirkt angesichts der neuen Abmischung fast überholt, denn einige Gitarrenparts treten nun stärker hervor als bisher.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6326" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-3-Genesis-The-Lamb-Atmos.jpg" alt="The Lamb Lies Down On Broadway Dolby Atmos" width="1200" height="998" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-3-Genesis-The-Lamb-Atmos.jpg 1200w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-3-Genesis-The-Lamb-Atmos-300x250.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-3-Genesis-The-Lamb-Atmos-1024x852.jpg 1024w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-3-Genesis-The-Lamb-Atmos-768x639.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>Die Verteilung der Klänge im Raum ist überaus immersiv. Sowohl Rears als auch Höhenkanäle werden konsequent eingesetzt. Rhythmusgitarren und Keyboards erklingen häufig von hinten, während Leadgitarren und einige von Tony Banks’ Leadsounds über dem Hörplatz schweben. Percussion und Hintergrundgesang variieren zwischen hinterem und oberem Raum. Vor allem in den instrumentalen Passagen hatte ich den Eindruck, dass die Deckenkanäle bis an ihr Maximum gefordert werden.</p>
<p>Auffällig ist zudem, dass Bob Mackenzie dem Mix einen sehr weiten Raum gegeben hat. Oft hatte ich das Gefühl, Musik auch dort zu hören, wo mein Hörraum physisch schon zu Ende ist. Besonders seitlich öffnet sich ein breites Panorama. Mit geschlossenen Augen war es kaum möglich, die Lautsprecher exakt zu lokalisieren – genau so sollte Atmos klingen.</p>
<p>Absolute Highlights sind für mich <i>Hairless Heart</i>, <i>The Waiting Room</i> und <i>The Colony of Slippermen</i>. Bei <i>Hairless Heart</i> schwebt Hacketts E-Gitarre über der Decke – ein magischer Moment. Später löst sich sogar das Schlagzeug vom Boden und dreht eine Runde durchs Zimmer. Beim ersten Hören mag das effekthascherisch wirken, letztlich ist es aber ein faszinierender Einfall. <i>The Waiting Room</i> wiederum ist ein Erlebnis für sich – was hier im Raum passiert, lässt sich kaum in Worte fassen. Man fühlt sich unmittelbar in diese bizarre Klangwelt versetzt. Gleiches gilt für <i>The Colony of Slippermen</i>, ein Stück, das mir eigentlich nie besonders lag, das hier aber durch seine Verspieltheit und die vielen neuen Details begeistert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6327" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-4-Genesis-The-Lamb-Atmos.jpg" alt="The Lamb Lies Down On Broadway Dolby Atmos" width="1200" height="472" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-4-Genesis-The-Lamb-Atmos.jpg 1200w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-4-Genesis-The-Lamb-Atmos-300x118.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-4-Genesis-The-Lamb-Atmos-1024x403.jpg 1024w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2025/10/403-Foto-4-Genesis-The-Lamb-Atmos-768x302.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>All das klingt nach einem perfekten Mix – und doch gibt es Kritikpunkte. Schon beim Titeltrack empfand ich das Schlagzeug als zu höhenlastig, ein Problem, das im weiteren Verlauf des Albums nicht mehr auftritt. Auch die neuen Vocaleffekte beim Ausruf „I’m Rael“, die quer durch den Raum fliegen, wirken übertrieben. Generell gibt es viele Bewegungen im Raum: Schlagzeug, Gitarren, Keyboards, Bass und Percussion wandern immer wieder umher. Manchmal subtil, manchmal stärker. Gelegentlich lenkt es jedoch etwas von der Musik ab. Solche Spielereien machen in Atmos bei elektronischer Musik mehr Sinn.</p>
<p>Dazu kommen Änderungen, die eher fragwürdig erscheinen. Nicht nur neue Details treten hervor, auch Vertrautes fehlt oder ist deutlich abgeschwächt. Bei <i>Fly on the Windshield</i> etwa ist das Gitarrensolo viel zu leise, bei <i>Back in N.Y.C.</i> kommt der später einsetzende Sägezahnsound kaum zur Geltung. Die größten Abweichungen betreffen <i>Counting Out Time</i> und <i>The Chamber of 32 Doors</i>. Bei ersterem werden die wilden Stimmkaskaden am Ende abrupt ausgeblendet – das wirkt fast dilettantisch. <i>The Chamber</i> hat sich fast zu einer Coverversion gewandelt: Im Refrain ist Phil Collins’ Zweitstimme lauter als Gabriels Leadgesang. Da Collins eine leicht abweichende Linie singt, verändert sich die Melodie erheblich. Zwar verstehe ich, dass man seine schöne Gesangslinie hervorheben wollte, doch wäre ein dezenteres Vorgehen hier wohl besser gewesen. Hier trug Peter Gabriel bei der Endabnahme wohl sein &#8222;Less-Me&#8220;-T-Shirt&#8230;</p>
<p>Insgesamt ist der Atmos-Mix von THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY außergewöhnlich gut gewordem. Wie eingangs erwähnt, muss man sich darauf einlassen, dass das Album nun etwas anders klingt. Wer das akzeptiert, wird an dem neuen Mix seine Freude haben.</p>
<p>Hört man den Atmos-Mix als Downmix auf einem herkömmlichen 5.1-Setup, erhält man ebenfalls eine Rundumbeschallung aus allen Richtungen. Auch hier wird deutlich, dass es sich um einen alternativen Mix handelt. Das Verhältnis der Instrumente unterscheidet sich spürbar vom Originalmix und auch vom 5.1-Mix von Nick Davis. Manche Klänge treten deutlicher hervor, während andere, die im früheren Mix präsenter waren, stärker in den Hintergrund rücken. Im 5.1-Downmix hatte ich zudem den Eindruck, dass die Lautstärken nicht immer ganz ausgewogen sind. Besonders in den Rears gibt es immer wieder Instrumente, die etwas zu laut beigemischt erscheinen. Vermutlich liegt das daran, dass hier auch Anteile der hinteren, im 5.1-Setup nicht vorhandenen Höhenkanäle hinzugefügt werden. Auf einem klassischen 5.1-System würde ich wohl weiterhin den Nick-Davis-Mix bevorzugen, er ja auch alles andere als schlecht ist.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung: </strong>97 %</span></p>
<hr />
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;"><strong>Vorhandene Tonformate: </strong><br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Dolby Atmos</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">LPCM 2.0 (1974er-Mix)</span></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Start"></a>Album starten:</strong></p>
<p>Das ist schlicht Perfekt! Wie altmodische Datenträger startet das Album automatisch in Dolby Atmos. Man muss keine Taste drücken und sich durch kein Menü quälen. Warum können das andere nicht?</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong><a id="Bonus"></a>Bonusmaterial:</strong></p>
<p>Es gibt kein Bonusmaterial. Zumindest die Dia-Show der Konzert-Aufführungen als bildliche Untermalung wäre schön gewesen. Vielleicht sollte man bei solchen Deluxe Boxen überlegen, auf der Blu-ray den Atmos-Mix in einer binauralen Abmischung für Kopfhörer beizufügen. Ich habe schon öfters im Netz gelesen, dass Fans den Atmos Mix vom Lamm über Kopfhörer von der Blu-ray hören, weil Atmos ja so ein Kopfhörerding sein soll und sie sich nicht im Klaren darüber sind, dass sie so das Album nur im Stereo-Downmix hören, ohne jegliche Rauminformation. Atmos über Kopfhörer funktioniert bisher nur im Streaming!</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong>Anspieltipp:</strong></p>
<p>The Waiting Room, Hairless Heart</p>
<hr />
<p><strong><a id="Fazit"></a>Fazit:</strong></p>
<p>Nahezu perfekt! Einige Dinge, die man nicht mehr raushört, fehlen einfach, dazu hat der Titel-Track leichte klangliche Probleme.</p>
<p>Pros / Cons:<br />
<span style="font-size: 12px;">+ sehr guter Atmos-Mix<br />
+ High Resolution (+ 1%)<br />
+ Album startet automatisch in Dolby Atmos</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>GESAMTWERTUNG: 99 %<br />
</strong></h2>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-14 size-medium" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-5-300x44.jpg" alt="" width="300" height="44" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-5-300x44.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-5.jpg 317w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h2>
<h6><a href="https://surroundmixe.de/erlaeuterungen-zur-bewertung/"><span style="font-size: 8pt;">Erläuterungen zur Bewertung</span></a></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Verfuegbarkeit"></a>Verfügbarkeit:</strong></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Deluxe Edition: <span style="background-color: #ffffff; color: #333333;">Die neue Deluxe Edition, entweder mit CD&#8217;s oder LP&#8217;s sollte noch erhältlich sein. Die LP-Box ist natürlich hochpreisiger mit etwa 180 Euro. Die CD-Box bekommt man zumeist für unter 100 Euro, die damit jedoch auch etwas hochpreisig ist. Sie hat keine LP-Größe, sondern ist kleiner und ähnelt den Deluxe-Veröffentlichungen von Al Stewart. Diese haben immer um die 70 Euro gekostet.</span></em></span></p>
<p><em>Stand: 03.10.2025</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong>Links:</strong></p>
<p><a href="https://genesis-music.com/">Offizielle Webseite von Genesis</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://surroundmixe.de/genesis-the-lamb-lies-down-on-broadway-dolby-atmos/">Genesis &#8211; The Lamb Lies Down on Broadway (Dolby Atmos)</a> erschien zuerst auf <a href="https://surroundmixe.de">surroundmixe.de</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Genesis &#8211; Genesis</title>
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					<comments>https://surroundmixe.de/genesis-genesis/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2024 15:23:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[SACD]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1983 &#124; SACD + DVD &#124; Pop<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p>1983 erschien das zwölfte Studioalbum der britischen Band Genesis, welches sie einfach nach sich selbst betitelte. Es war wie ein Statement, dass dies die 80er-Jahre Version von Genesis war, die sich mittlerweile merklich vom 70er-Jahre Sound unterschied. Das Album GENESIS gilt heute als erstes von drei Alben der Band, die man eher dem Pop zuordnen würde. Diese drei Alben sollten auch die erfolgreichsten werden.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1983 | SACD + DVD | Pop<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p><span style="font-size: 12px;"><strong>Springen zu:</strong>  <a href="#Musik">Musik</a>  |  <a href="#Mix">Surroundmix</a>  |  <a href="#Start">Albumstart</a>  |  <a href="#Bonus">Bonusmaterial</a>  |  <a href="#Fazit">Fazit</a>  |  <a href="#Verfuegbarkeit">Verfügbarkeit</a></span></p>
<p>1983 erschien das zwölfte Studioalbum der britischen Band Genesis, welches sie einfach nach sich selbst betitelte. Es war wie ein Statement, dass dies die 80er-Jahre Version von Genesis war, die sich mittlerweile merklich vom 70er-Jahre Sound unterschied. Das Album GENESIS gilt heute als erstes von drei Alben der Band, die man eher dem Pop zuordnen würde. Diese drei Alben sollten auch die erfolgreichsten werden.</p>
<p>Vor den Aufnahmen haben die drei Bandmitglieder ihr jeweils zweites Soloalbum veröffentlicht. Mike Rutherford und Tony Banks übernahmen zudem auf ihren beiden Alben den Leadgesang, was vor allem Mike Rutherfords ACTING VERY STRANGE den wohl passendsten Albumtitel aller Zeiten bescherte. Tony Banks zeigte indes auf <a href="https://surroundmixe.de/tony-banks-the-fugitive/">THE FUGITIVE</a>, dass auch er mittlerweile im Pop angekommen ist, sodass man davon ausgehen konnte, dass das nächste Album von Genesis ebenfalls poppiger werden dürfte als <a href="https://surroundmixe.de/genesis-abacab/">ABACAB</a> von 1981.</p>
<p>Da nun alle drei Mitglieder sangen, gab es Überlegungen, dass dieses Mal nicht alle Songs von Phil Collins gesungen werden. Banks und Rutherford hätten wohl Stücke der zweiten Albumhälfte übernommen, <em>Silver Rainbow</em> könnte ich mir gut mit der Stimme von Tony Banks vorstellen. Letztendlich ist es aber gut, dass man den Gedanken wieder verworfen hat.</p>
<p>Wie auch die anderen Alben von Genesis ist dieses Album von Nick Davis in 5.1 abgemischt worden. Es erschien auf SACD mit Bonus DVD und ist Bestandteil der roten Box, die die Jahre 1983-1997 abdeckt. Wegen seines Covers wird es unter Fans häufig als „Förmchen“-Album bzw. als &#8222;Shapes&#8220; bezeichnet.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5192 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/08/322-foto-Genesis-Genesis.jpg" alt="Genesis Genesis Shapes 5.1 Surround Sound SACD" width="1000" height="667" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/08/322-foto-Genesis-Genesis.jpg 1000w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/08/322-foto-Genesis-Genesis-300x200.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/08/322-foto-Genesis-Genesis-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Tracklist:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;"> 1 Mama – 6:47<br />
2 That’s All – 4:24<br />
3 Home by the Sea – 5:07<br />
4 Second Home by the Sea – 6:08<br />
5 Illegal Alien – 5:13<br />
6 Taking It All Too Hard – 3:56<br />
7 Just a Job to Do – 4:46<br />
8 Silver Rainbow – 4:28<br />
9 It’s Gonna Get Better – 5:00</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Gesamtdauer: 45:33<br />
</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Musik"></a>Die Musik:</strong></p>
<p>Die Produktion von GENESIS enthält ein Novum. Das erste Mal hatte man keine neuen Songs parat, als man sich wieder traf. Zumeist brachten in der Vergangenheit Tony Banks und Mike Rutherford fertige Songs mit, die dann von der Band eingespielt wurden. Da man mittlerweile ein eigenes Studio hatte, wollte man gemeinsam an allen Stücken schreiben. Diese neuen Songs sollten aus strukturierten Jams entstehen. Man wollte gemeinsam wild drauf los musizieren und irgendwann würde man sich in der Mitte treffen. Diese Erfahrung hatte man bereits auf dem letzten Album bei dem einen oder anderen Stück gemacht.</p>
<p>Offensichtlich musste sich diese neue Arbeitsweise erst richtig eingrooven. Es ist bezeichnend, dass es aus dem Jahr 1983 keine B-Seiten gibt. Fast alles landete schließlich auf dem Album. Lediglich eine kleine nicht weiterverwendete Idee wurde von Mike Rutherford bei seinem folgenden Solo-Projekt Mike &amp; The Mechanics aufgegriffen. Bezeichnend ist außerdem der qualitative Abfall des Albums. Die zweite Hälfte fällt deutlich ab, was sich die Band selbst auch schnell eingestehen musste.</p>
<p>Die erste Seite der LP sind dagegen Klassiker. <em>Mama</em> wurde zu einem großen Hit und lebt von seiner eindringlichen Atmosphäre. Auch das nächste Stück <em>That’s All</em> wurde zum Hit, ist musikalisch aber meilenweit von <em>Mama</em> entfernt, was die Vielfältigkeit von Genesis zeigen sollte. <em>Home by The Sea</em> und <em>Second Home By The Sea</em> lässt wieder die progressiven Wurzeln der Band aufleben und war seitdem immer Bestandteil von Konzerten.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung:</strong> 82 %</span></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14px; color: #800000;">Besetzung:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;"> Mike Rutherford – guitars, bass, backing vocals<br />
Phil Collins – drums, vocals, percussion<br />
Tony Banks – keyboards, backing vocals</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Mix"></a>Der Surroundmix:</strong></p>
<p>Von allen Genesis Surroundmixen, die Nick Davis gemeinsam mit Tony Banks erstellt hat, kommt mir der Mix des selbstbetitelten Albums von 1983 als der unspektakulärste vor. Das soll nicht heißen, dass er frontlastig und alles andere als räumlich ist. Nein, auch hier werden alle Lautsprecher intensiv angesprochen und es findet eine zufriedenstellende Verteilung der Klänge statt. Dennoch habe ich immer wieder beim Anhören das Gefühl, das hier mehr gegangen wäre, dass man die verschiedenen Sounds weitaus mehr im Raum hätte verteilen können.</p>
<p>Tony Banks entlockt auf diesem Album seinen Synthesizern zahlreiche interessante Klänge, vor allem bei <em>Home by The Sea</em> gibt es einige exzentrische Sounds, die das Thema eines Spukhauses am Meer verdeutlichen sollen. Diese verbleiben aber zumeist in der Raummitte. Deutlich diskreter im hinteren Hörbereich wären sie um einiges unheimlicher geworden.</p>
<p>Auch Mike Rutherford bietet im Hintergrund des Bank‘schen Keyboardsounds immer wieder interessante Figuren auf seiner Gitarre und dem Bass, die man durch eine etwas offensivere Platzierung im Raum hätte hervorheben können.</p>
<p>Und schließlich haben Genesis den Einsatz an synthetischen Rhythmusgebern auf diesem Album deutlich erhöht, neben Drumcomputern greift Phil Collins hier auch gelegentlich zum elektronischen Schlagzeug. Zwar werden Schlagzeugsounds und Percussions immer wieder mal auch in den hinteren Raum gelegt, z. B. eine Tambourin bei <em>Home by The Sea</em>, aber auch hier gilt, dass es eher unterstützenden Charakter hat.</p>
<p>Aber es gibt sie hin und wieder auch, diese diskreten Klänge: Vor allem <em>Illegal Alien</em> und <em>Silver Rainbow</em> können hier punkten. In dem etwas schrägen <em>Illegal Alien</em> sind es steeldrumartige Klänge, die in der Bridge hinten erklingen. Auch die vielen Soundeffekte werden schön im Raum verteilt. Das Intro von Silver Rainbow kann ebenfalls überzeugen. Hier hat man dann auch das Gefühl, dass das Klavier weiter hinten angesiedelt ist, als die meisten Keyboardsounds auf dem Album, die sonst eher nach „Raummitte“ klingen.</p>
<p>Das alles klingt wie gesagt einerseits schön räumlich, aber irgendwie auch mit etwas angezogener Handbremse. Gerade in diesem Tagen zeigen einige Atmos Mixe von Alben aus den 80er-Jahren, wie synthetische Klänge im Raum verteilt werden können und alles dennoch wie eine Einheit klingen kann. Wollen wir hoffen, dass es von diesem Album irgendwann einen Atmos Mix geben wird, der das gesamte Potenzial ausschöpft.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung: </strong>89 %</span></p>
<hr />
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;"><strong>Vorhandene Tonformate: </strong><br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">SACD DSD 5.1</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">SACD DSD 2.0<br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">CD Audio</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">DTS 5.1  (96 kHz / 24 bit)</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Dolby Digital 5.1</span></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Start"></a>Album starten:</strong></p>
<p>Die SACD lässt sich (sofern man ein SACD kompatibles Gerät hat und dieses so eingestellt hat) automatisch mit dem 5.1 Mix starten. Wer keinen SACD Player sein eigen nennt, kann den Surround-Mix auch von der DVD hören, der hier in Dolly Digital und DTS 96/24 vorliegt. Großer Pluspunkt: Das Menü ist so konzipiert, dass man lediglich zweimal Enter drücken muss, um das Album in DTS hören zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong><a id="Bonus"></a>Bonusmaterial:</strong></p>
<p>Auf der DVD befindet sich neben dem Surroundmix noch ein Interview mit den Bandmitgliedern zur Entstehung des Albums (17 Min). Außerdem gibt es noch vier Musikvideos und einen etwa eine Stunde langen Mitschnitt von Tourproben (mit schlechter Bildqualität).</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Aufwertung:</strong> +1,5%</span></p>
<hr />
<p><strong>Anspieltipp:</strong></p>
<p>Illegal Alien, Silver Rainbow</p>
<hr />
<p><strong><a id="Fazit"></a>Fazit:</strong></p>
<p>Guter Surroundmix, aber es gibt von Genesis bessere 5.1 Mixe (und Alben).</p>
<p>Pros / Cons:<br />
<span style="font-size: 12px;">+ guter bis sehr guter Surroundmix<br />
+ High Resolution (+ 1%)<br />
+ Album lässt sich blind starten<br />
+ Bonusmaterial auf der DVD (+ 1,5%)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>GESAMTWERTUNG: 90 %<br />
</strong></h2>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-13 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg" alt="" width="317" height="47" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg 317w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half-300x44.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px" /></h2>
<h6><a href="https://surroundmixe.de/erlaeuterungen-zur-bewertung/"><span style="font-size: 8pt;">Erläuterungen zur Bewertung</span></a></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Verfuegbarkeit"></a>Verfügbarkeit:</strong></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>SACD / DVD: <span style="background-color: #ffffff; color: #333333;">Der 2007 erschienene 5.1 Mix ist out of Print und nur noch für Preise jenseits von ca. 120 Euro (gebraucht!) zu bekommen. Mit etwas Glück kommt man sie für die Hälfte. Die rote Box mit allen Alben von 1983-1998 kostet gar 500 € und mehr (statt der damaligen 100 €). </span><br />
</em></span></p>
<p><em>Stand: 18.09.2024</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong>Links:</strong></p>
<h6><a href="http://www.genesis-fanclub.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">It &#8211; Genesis Fanclub </a></h6>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Steve Hackett &#8211; The Circus and the Nightwale</title>
		<link>https://surroundmixe.de/steve-hackett-the-circus-and-the-nightwale/</link>
					<comments>https://surroundmixe.de/steve-hackett-the-circus-and-the-nightwale/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Feb 2024 17:05:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blu-ray Disc]]></category>
		<category><![CDATA[Blu-Ray Disc]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Hackett]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://surroundmixe.de/?p=4650</guid>

					<description><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 2024 &#124; Blu-ray &#124; Progressive Rock<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p>Nachdem Steve Hackett in den Jahren zuvor alle zwei Jahre ein neues Album herausbrachte, dauerte es nun ganze drei Jahre, bis ein Nachfolger für das 2021 erschienene Werk SURRENDER Of SILENCE gefunden wurde. THE CIRCUS AND THE NIGHTWHALE heißt die neue Veröffentlichung, welche am 16. Februar 2024 herauskam. Es ist das mittlerweile 30. Soloalbum des ehemaligen Genesis-Gitarristen und stellt für Steve Hackett eine Premiere dar. Es ist sein erstes Konzeptalbum! Als Steve Hackett das letzte Mal an einem Konzeptalbum beteiligt war, war das unmittelbar vor seinem ersten Soloalbum. Das waren die Aufnahmen für THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY von Genesis, welches 1974 erschienen ist. In gewisser Weise hatte auch Hacketts erster Soloausflug ein Konzept. Einige Stücke davon beschäftigten sich mit Tarot-Karten.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 2024 | Blu-ray | Progressive Rock<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p><span style="font-size: 12px;"><strong>Springen zu:</strong>  <a href="#Musik">Musik</a>  |  <a href="#Mix">Surroundmix</a>  |  <a href="#Start">Albumstart</a>  |  <a href="#Bonus">Bonusmaterial</a>  |  <a href="#Fazit">Fazit</a>  |  <a href="#Verfuegbarkeit">Verfügbarkeit</a></span></p>
<p>Nachdem Steve Hackett in den Jahren zuvor alle zwei Jahre ein neues Album herausbrachte, dauerte es nun ganze drei Jahre, bis ein Nachfolger für das 2021 erschienene Werk <a href="https://surroundmixe.de/steve-hackett-surrender-of-silence/">SURRENDER Of SILENCE</a> gefunden wurde. THE CIRCUS AND THE NIGHTWHALE heißt die neue Veröffentlichung, welche am 16. Februar 2024 herauskam. Es ist das mittlerweile 30. Soloalbum des ehemaligen Genesis-Gitarristen und stellt für Steve Hackett eine Premiere dar. Es ist sein erstes Konzeptalbum! Als Steve Hackett das letzte Mal an einem Konzeptalbum beteiligt war, war das unmittelbar vor seinem ersten Soloalbum. Das waren die Aufnahmen für <a href="https://surroundmixe.de/genesis-the-lamb-lies-down-on-broadway/">THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY</a> von Genesis, welches 1974 erschienen ist. In gewisser Weise hatte auch Hacketts erster Soloausflug ein Konzept. Einige Stücke davon beschäftigten sich mit Tarot-Karten.</p>
<p>THE CIRCUS AND THE NIGHTWHALE beinhaltet eine durchgängige Geschichte, die laut Steve Hackett autobiographische Züge hat. Mittelpunkt der Story ist eine Figur mit dem Namen Travla. Obwohl das Album 13 Stücke enthält, ist es mit knapp 45 Minuten relativ kurz, was bei mir schon mal einen Pluspunkt entlockt, da ich die normale LP-Länge schon immer als ideale Dauer eines Albums angesehen habe.</p>
<p>Entstanden ist das Werk in den letzten zwei Jahren während der Pausen seiner Genesis-Revisited-Shows. Es sind wieder allerhand Gäste auf dem Album vertreten, die sich allerdings nicht groß zu den letzten Veröffentlichungen Hacketts unterscheiden. Den Surroundmix hat einmal mehr Hacketts Companion Roger King erstellt.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4653 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/02/275-Foto-Steve-Hackett-The-Circus-And-The-Nightwale.jpg" alt="Steve Hackett The Circus and The Nightwale Surround Sound" width="1000" height="667" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/02/275-Foto-Steve-Hackett-The-Circus-And-The-Nightwale.jpg 1000w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/02/275-Foto-Steve-Hackett-The-Circus-And-The-Nightwale-300x200.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/02/275-Foto-Steve-Hackett-The-Circus-And-The-Nightwale-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Tracklist:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">1 People Of The Smoke – 5:19<br />
2 These Passing Clouds – 1:36<br />
3 Taking You Down – 4:18<br />
4 Found and Lost – 1:50<br />
5 Enter the Ring – 3:54<br />
6 Get Me Out – 4:16<br />
7 Gost Moon and Living Love – 6:44<br />
8 Circo Inferno – 2:31<br />
9 Break Out – 1:38<br />
10 All at Sea – 1:47<br />
11 Into the Nightwale – 4:07<br />
12 Wherever You Are – 4:21<br />
13 White Dove – 3:15</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Gesamtdauer: 44:52</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Musik"></a>Die Musik:</strong></p>
<p>Musikalisch bietet Steve Hackett auf seinem neuen Album das, was er die letzten 10 Jahre auch schon abgeliefert hat. Änderungen im Sound und in der Art seiner Musik gibt es nur in homöopathischen Dosen.</p>
<p>Eins muss man Steve aber lassen. Sein musikalischer Stil ist ziemlich eigen, ich kenne niemanden, der ähnliche Musik macht. Ich würde es als Cinemascope Prog bezeichnen. Die Musik entfaltet ein breites Panorama aus Rock und orchestralen Sounds mit einem großen Maß an Abwechslung. Es wirkt alles bis ins kleinste Detail ausgeschmückt und schön bunt. Die Reizüberflutung ermüdet aber auch irgendwann, nachdem man ein Album gehört hat, will man anschließend definitiv etwas leichteres konsumieren.</p>
<p>Ich bin von seinen Alben eigentlich zunächst immer ziemlich angetan. Nachdem ich sie aber in zwei oder drei Monaten regelmäßig höre, verschwinden sie dann plötzlich aus meinem Blickfeld, bis dann irgendwann das nächste Hackett-Album erscheint. Auch THE CIRCUS AND THE NIGHTWHALE fängt an, mir nach den ersten Durchläufen richtig gut zu gefallen. Es gibt zahlreiche eher kürzere Nummern, die zumeist ineinander übergehen und auch Hacketts Gesang klingt mittlerweile gar nicht mal so schlecht. Eigentlich singt Steve Hackett heutzutage besser als Phil Collins …</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4654" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/02/275-Foto-2-Steve-Hackett-The-Circus-And-The-Nightwale.jpg" alt="Steve Hackett The Circus and The Nightwale" width="1000" height="456" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/02/275-Foto-2-Steve-Hackett-The-Circus-And-The-Nightwale.jpg 1000w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/02/275-Foto-2-Steve-Hackett-The-Circus-And-The-Nightwale-300x137.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2024/02/275-Foto-2-Steve-Hackett-The-Circus-And-The-Nightwale-768x350.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p>In der ersten Hälfte des Albums geht es überraschend häufig bluesig zur Sache, was mir gut gefällt. Ich mag seine gelegentlichen Ausflüge in den Blues und muss mich an dieser Stelle als Fan seines Albums BLUES WITH A FEELING outen, das mit Sicherheit am meisten gehasste Album von ihm. Insgesamt entwickelt THE CIRCUS AND THE NIGHTWHALE einen guten Flow und ist ziemlich abwechslungsreich. Aber ja, man hört sich vermutlich wieder relativ schnell satt.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung:</strong> 79 %</span></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14px; color: #800000;">Besetzung:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Steve Hackett &#8211; guitars, 12-string, mandolin, harmonica, percussion, bass, vocals<br />
Roger King &#8211; keyboards, programming<br />
Craig Blundell &#8211; drums<br />
Jonas Reingold &#8211; bass<br />
Amanda Lehmann &#8211; backing vocals<br />
Nad Sylvan &#8211; vocals, guitar (3)<br />
Rob Townsend &#8211; tenor sax, whistle<br />
John Hackett &#8211; flute<br />
Bennedict Fenner &#8211; keyboards<br />
Hugo Degenhardt &#8211; drums<br />
Nick D&#8217;Virgilio &#8211; drums<br />
Malik Mansurov &#8211; Tar</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Mix"></a>Der Surroundmix:</strong></p>
<p>Weitaus überraschender ist das, was Roger King in Surround Sound abgeliefert hat. Ich war nie wirklich zufrieden mit seinen bisherigen Mixen, auch wenn sie mit jedem neuen Album immer besser wurden. Zumeist war es der sehr diffuse Sound, einen richtigen Klangbrei gab es da immer. Was die Verteilung der Instrumente im Raum betrifft, wurde Roger King mit den Jahren etwas mutiger, sodass immer mehr in den Rears passiert ist.</p>
<p>Und wie sieht das jetzt bei THE CIRCUS AND THE NIGHTWHALE aus? Da hat Roger King noch mal kräftig zugelegt. Das Album klingt in Surround richtig gut. Gut, was den Gesamtsound angeht und gut im räumlichen Umfeld. Der Klang hat immer noch seine Schwächen, sodass man gelegentlich von einer dichten Wall of Sound erschlagen wird, was aber auch an den Arrangements liegen dürfte. Das erste Mal hatte ich jetzt aber das Gefühl, dass man gelegentliche Sounds bewusst wahrnehmen konnte und diese eine Plastizität im Mix innehatten. Es ist aber immer noch Luft nach oben. Im Vergleich zum Stereomix klingt der Surroundmix aber besser, weil er mir luftiger erscheint.</p>
<p>Gegenüber Stereo hat der 5.1-Mix noch einen weiteren Vorteil. Instrumente und Sounds werden im Raum verteilt und können sich so besser entfalten. Es macht die dichten und etwas übertriebenen Cinemascope Arrangements besser erfahrbar. Anscheinend hat das auch Roger King endlich verstanden, da es fast durchgehend in der hinteren Raumhälfte ordentlich zur Sache geht. Ob diverse Klangfiguren aus den Keyboards, Gitarren, Soundeffekte oder Backing Vocals, vieles findet sich hinten und an den Seiten. Es gibt auch einige Momente, in denen Sounds durch den Raum fliegen. An einigen anderen Stellen geht es hinten auch etwas ruhiger zu, aber man hat nie den Eindruck, dass der Mix dann zu frontlastig klingt.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung: </strong>91 %</span></p>
<hr />
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;"><strong>Vorhandene Tonformate: </strong><br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">DTS-HD Master Audio 5.1</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">LPCM (48 kHz / 24 bit) Stereo</span></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Start"></a>Album starten:</strong></p>
<p>Das Album startet direkt in Surround Sound, wenn man es aus dem Menü über die Enter-Taste startet</p>
<hr />
<p><strong><a id="Bonus"></a>Bonusmaterial:</strong></p>
<p>Es gibt keinen Bonus</p>
<hr />
<p><strong>Anspieltipp:</strong></p>
<p>Enter The Ring</p>
<hr />
<p><strong><a id="Fazit"></a>Fazit:</strong></p>
<p>Das Album ist ein Grower, mal sehen wie lange. Der Surroundmix ist im Vergleich zu früher nochmal deutlich besser.</p>
<p>Pros / Cons:<br />
<span style="font-size: 12px;">+ in weiten Teilen sehr guter Surroundmix und besserer Sound<br />
+ High-Res (+1%)<br />
&#8211; Musikalisch nur wenig neues aus dem Hause Hackett<br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>GESAMTWERTUNG: 89 %<br />
</strong></h2>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-13 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg" alt="" width="317" height="47" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg 317w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half-300x44.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px" /></h2>
<h6><a href="https://surroundmixe.de/erlaeuterungen-zur-bewertung/"><span style="font-size: 8pt;">Erläuterungen zur Bewertung</span></a></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Verfuegbarkeit"></a>Verfügbarkeit:</strong></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>CD / Blu-ray: <span style="background-color: #ffffff; color: #333333;">Die CD mit Blu-ray ist für ca. 25 Euro zu bekommen.</span><br />
</em></span></p>
<p><em>Stand: 27.02.2024</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong>Links:</strong></p>
<h6><a href="http://www.hackettsongs.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Offizielle Webseite von Steve Hackett</a></h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://surroundmixe.de/steve-hackett-the-circus-and-the-nightwale/">Steve Hackett &#8211; The Circus and the Nightwale</a> erschien zuerst auf <a href="https://surroundmixe.de">surroundmixe.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Genesis &#8211; Foxtrot</title>
		<link>https://surroundmixe.de/genesis-foxtrot/</link>
					<comments>https://surroundmixe.de/genesis-foxtrot/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2022 16:28:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[SACD]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Rock]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://surroundmixe.de/?p=3592</guid>

					<description><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1972 &#124; SACD + DVD &#124; Progressive Rock<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p>FOXTROT feierte vor Kurzem seinen 50. Geburtstag. Es ist das vierte Studioalbum von Genesis und das zweite, welches in der klassischen Besetzung Banks/Collins/Gabriel/Hackett/Rutherford erschienen ist. Veröffentlicht wurde es im September 1972.</p>
<p>Auf dem Cover ist auf einer Eisscholle stehend eine Frau im roten Abendkleid zu sehen, die einen Fuchskopf trägt. Der Künstler Paul Whitehead ließ sich beim Cover weitestgehend von den Lyrics des Albums inspirieren. Die Fuchsfrau allerdings dürfte ihren Ursprung aus dem Jimi Hendrix Stück <em>Foxy Lady</em> haben. Die Band war von dem Cover wenig begeistert, doch genau dieses Cover dürfte in der Geschichte von Genesis große Bedeutung zukommen. <a class="more-link" href="https://surroundmixe.de/genesis-foxtrot/">Weiterlesen …</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1972 | SACD + DVD | Progressive Rock<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p><span style="font-size: 12px;"><strong>Springen zu:</strong>  <a href="#Musik">Musik</a>  |  <a href="#Mix">Surroundmix</a>  |  <a href="#Start">Albumstart</a>  |  <a href="#Bonus">Bonusmaterial</a>  |  <a href="#Fazit">Fazit</a>  |  <a href="#Verfuegbarkeit">Verfügbarkeit</a></span></p>
<p>FOXTROT feierte vor Kurzem seinen 50. Geburtstag. Es ist das vierte Studioalbum von Genesis und das zweite, welches in der klassischen Besetzung Banks/Collins/Gabriel/Hackett/Rutherford erschienen ist. Veröffentlicht wurde es im September 1972.</p>
<p>Auf dem Cover ist auf einer Eisscholle stehend eine Frau im roten Abendkleid zu sehen, die einen Fuchskopf trägt. Der Künstler Paul Whitehead ließ sich beim Cover weitestgehend von den Lyrics des Albums inspirieren. Die Fuchsfrau allerdings dürfte ihren Ursprung aus dem Jimi Hendrix Stück <em>Foxy Lady</em> haben. Die Band war von dem Cover wenig begeistert, doch genau dieses Cover dürfte in der Geschichte von Genesis große Bedeutung zukommen.</p>
<p>Bei einem Konzert nach dem Instrumentalteil von <em>The Musical Box</em> ist Sänger Peter Gabriel mit einem roten Kleid seiner Frau und einem Fuchskopf wieder auf die Bühne erschienen, ohne den Rest der Band darüber zu informieren. Das bewirkte ein großes Maß an Aufmerksamkeit, plötzlich wurden Genesis in der Presse besprochen und waren ein Woche später auf Seite 1 des Melody Maker. Dies verschaffte FOXTROT dann auch eine deutlich bessere Chartplatzierung als die vorangegangenen Alben. Es kletterte in England bis auf Platz 12. In Italien kam es sogar bis auf Platz 1. Und Peter Gabriel durfte weitere Masken und Kostüme tragen.</p>
<p>Auf dem Album gibt es zwei große Klassiker der Band. Das ist zum einen <em>Watcher of The Skies</em> mit seinem langen, bedrohlichen Mellotron-Intro und zum anderen der Progressive Rock Longsong schlechthin <em>Supper‘s Ready</em>, welcher mit 23 Minuten fast die komplette zweite Albumseite einnimmt.</p>
<p>2008 erschien FOXTROT einzeln als SACD/DVD und in der roten Box 1970-1975 in Surround Sound. Den Surroundmix hat wieder Nick Davis erstellt. Tony Banks war wie immer dabei und hörte genau hin.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3597 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/11/217-foto-Genesis-Foxtrot.jpg" alt="Genesis Foxtrot SACD Surround 5.1" width="1000" height="570" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/11/217-foto-Genesis-Foxtrot.jpg 1000w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/11/217-foto-Genesis-Foxtrot-300x171.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/11/217-foto-Genesis-Foxtrot-768x438.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Tracklist:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">1 Watcher of the Skies – 7:19<br />
2 Time Table – 4:42<br />
3 Get ’em out by Friday – 8:35<br />
4 Can-Utility and the Coastliners – 5:43<br />
5 Horizons – 1:39<br />
6 Supper’s Ready – 23:06 </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Gesamtdauer: 50:53<br />
</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Musik"></a>Die Musik:</strong></p>
<p>Als die Plattenfirma FOXTROT das erste Mal hörte, war man restlos begeistert. Es wird die Karriere der Band entscheidend nach vorne bringen, hieß es. Das waren noch Zeiten, als es noch nicht den Standardspruch gab, dass man auf dem Album keine Single hört. Als Single wurde dann auch das kurze <em>Happy The Man</em> veröffentlicht, welches gar nicht auf dem Album zu finden war.</p>
<p>Genesis machten da weiter, wo sie mit <a href="https://surroundmixe.de/genesis-nursery-cryme/">NURSERY CRYME</a> im Jahr zuvor aufgehört hatten. Das Selbstbewusstsein stieg, sodass die neuen Stücke um einiges ausgefeilter klangen. Spürbar nahm Tony Banks eine noch größere Rolle ein, denn im Vergleich zum Vorgängeralbum ist FOXTROT etwas weniger Gitarrenlastiger, sondern wird von seinen Orgeln, seinem Mellotron und Klavier getragen. Auf dem nächsten Album sollten dann noch Synthesizer hinzukommen.</p>
<p><em>Watcher Of The Skies</em> ist eine schnelle vertrackte Nummer mit einem Science-Fiction-Text über Außerirdische, welches von einem morsecodeartigen Rhythmus getragen wird. <em>Time Table</em> ist eine von Tony Banks geschriebene Ballade, die zeigt, wo es später mal mit Genesis hingehen sollte. Das zweitlängste Stück auf dem Album<em> Get´em out by Friday</em> dürfte das erste sozialkritische Stück der Band sein, bei dem Peter Gabriel die Rollen mehrerer Mieter und Vermieter einnimmt. Das in weiten Teilen von Steve Hackett geschriebene Stück <em>Can-Utility And The Coastlines</em> ist ein Beweis, dass ein Prog Rock Stück nicht immer 10 Minuten braucht um verschiedene Stimmungs- und Stilwechsel zu haben. <em>Horizons</em> ist ein kurzes Gitarrensolostück von Steve Hackett, welches auch heute noch zu seinem Liverepertoire gehört und von Johann Sebastian Bach inspiriert ist.</p>
<p>Als Nachtisch gibt es dann schließlich <em>Supper‘s Ready</em>, eine Zusammenstellung mehrerer Stücke, welche ineinander übergehen. Es beginnt mit einem akustisch getragenen, romantisch angehauchten Teil und geht später in einen bizarren Blues-Rock-Stampfer über. Der Höhepunkt dürfte schließlich die Apokalypse im 9/8-Takt sein, ein langes instrumentales Orgelsolo, welches zum besten und fesselndsten gehört, was Genesis je auf Platte gebracht haben. Übrigens komplett geschrieben von Banks/Collins/Rutherford, also der späteren Pop-Formation, die für den einen oder anderen einfach nicht Genesis ist, weil Gabriel und Hackett fehlen.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung:</strong> 93 %</span></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14px; color: #800000;">Besetzung:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Tony Banks – Hammond organ, Mellotron, electric and acoustic pianos, 12-string guitar, backing vocals<br />
Steve Hackett – electric guitar, 6-string guitar, 12-string guitar<br />
Phil Collins – drums, backing vocals, assorted percussion<br />
Peter Gabriel – lead vocals, flute, bass drum, tambourine, oboe<br />
Mike Rutherford – bass guitar, bass pedals, cello, 12-string guitar, backing vocals</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Mix"></a>Der Surroundmix:</strong></p>
<p>FOXTROT ist ein weiterer Surroundmix, der größtenteils sehr diskret aus den Lautsprechern erklingt. Im ersten Stück <em>Watcher of The Skies</em> ist dies aber noch nicht zu Hundertprozent spürbar. Das lange Intro von Tony Banks ist hier von Nick Davis in die Raummitte gelegt worden, wobei die tieferen Mellotron-Töne gefühlt mehr aus den Rears kommen. Sobald Phil Collins mit seinem hektischen Schlagzeugspiel loslegt, ist auch das Schlagzeug sehr weit im Raum zu finden. Mike Rutherfords Bassspiel ist sogar noch weiter hinten zu hören. Dadurch wird in diesem ersten Stück der Fokus auf den Rhythmus gesetzt, was genau richtig ist, da es hier der Rhythmus ist, der das Lied trägt. Orgel und Gitarre sind hier weitestgehend vorne zu finden, wobei für einzelne Töne Steve Hackett auch hinten rechts auszumachen ist. Es klingt sehr druckvoll, aber es erscheint einem nicht vollkommen diskret.</p>
<p><em>Timetable</em> ist eine Ballade, welche vom Klavier getragen wird, welches in die Rears gesetzt wurde. Auch Gitarren finden sich hinten. Schlagzeug und Bass sind hier auch wieder weit in den Raum geschoben. Mit Ausnahme des kleinen Solostücks <em>Horizon</em>s, bei dem die Akustikgitarre aus allen Lautsprechern erklingt, bilden die drei restlichen Songs des Albums eine Tour de Force an diskreter Surroundabmischung. Bei diesen Stücken gibt es zahlreiche Pop-ups, also Sounds und Instrumente, die immer irgendwo im Zimmer auftauchen.</p>
<p>Ein echtes Highlight ist da<em> Get´em out by Friday</em>, welches zurecht als kleine Rockoper bezeichnet werden könnte. In diesem Stück, bei dem es um Zwangsräumungen von Mietern geht, spielt Peter Gabriel mit seinem Gesang mehrere Charaktere, die in den einzelnen Lautsprechern positioniert werden. So singt er mal vorne, mal hinten rechts, mal hinten links. Gitarren und Tasteninstrumente haben keinen angestammten Platz, sondern tauchen immer irgendwo im Raum auf. Bei <em>Can-Utility And The Coastliners</em> sind es die 12-saitigen Gitarren, die um den Hörer herum verteilt sind. Später, wo auch Tasteninstrumente und E-Gitarren hinzukommen, sind diese ebenfalls überall im Raum zu hören.</p>
<p>Das zentrale Stück von FOXTROT ist natürlich <em>Supper‘s Ready</em>. Auch hier sind es zunächst die Akustikgitarren, die für die Räumlichkeit sorgen. Die verschiedenen Instrumente werden von Nick Davis wieder gekonnt im Raum verteilt. Die kleinen Soundgimmicks wie Stimmverfremdungen oder der Kinderchor wurden in die hinteren Kanäle gemischt. Gegenüber den restlichen Stücken würde ich aber sagen, dass die Soundqualität bei <em>Supper‘s Ready</em> etwas abfällt. Generell klingt FOXTROT nicht auf allerhöchstem Niveau, man merkt dem Album die 50 Jahre an. Aber es klingt deutlich besser als der Originalmix, ohne dass der Klangcharakter verloren geht.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung: </strong>95 %</span></p>
<hr />
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;"><strong>Vorhandene Tonformate: </strong><br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">SACD DSD 5.1</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">SACD DSD 2.0<br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">CD Audio</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">DTS 5.1 (96 kHz / 24 bit)</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Dolby Digital 5.1</span></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Start"></a>Album starten:</strong></p>
<p>Die SACD lässt sich (sofern man ein SACD kompatibles Gerät hat und dieses so eingestellt hat) automatisch mit dem 5.1 Mix starten. Wer keinen SACD Player sein eigen nennt, kann den Surround-Mix auch von der DVD hören, der da in Dolly Digital und DTS 96/24 vorliegt. Großer Pluspunkt: Das Menü ist so konzipiert, dass man lediglich zweimal Enter drücken muss, um das Album in DTS hören zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong><a id="Bonus"></a>Bonusmaterial:</strong></p>
<p>Als Bonus bietet die DVD neben den obligatorischen Bandinterviews (35 Minuten) auch zwei historische TV-Auftritte. Das ist einmal der Fernsehauftritt im belgischen Fernsehen (30 Minuten), der eigentlich besser auf NURSERY CRYME aufgehoben wäre, weil es ein Promoauftritt für dieses Album war. Zum anderen gibt es einige Backstageaufnahmen und Ausschnitte aus einem Konzert in Rom (4 Minuten).</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Aufwertung:</strong> +2 %</span></p>
<hr />
<p><strong>Anspieltipp:</strong></p>
<p>Supper&#8217;s Ready</p>
<hr />
<p><strong><a id="Fazit"></a>Fazit:</strong></p>
<p>Das Album ist ein Klassiker, der Surroundmix wird ihm gerecht!</p>
<p>Pros / Cons:<br />
<span style="font-size: 12px;">+ sehr guter Surroundmix<br />
+ High Resolution (+ 1%)<br />
+ Bonusmaterial (+ 2%)<br />
+ Album lässt sich blind starten</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>GESAMTWERTUNG: 98 %<br />
</strong></h2>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-14 size-medium" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-5-300x44.jpg" alt="" width="300" height="44" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-5-300x44.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-5.jpg 317w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h2>
<h6><a href="https://surroundmixe.de/erlaeuterungen-zur-bewertung/"><span style="font-size: 8pt;">Erläuterungen zur Bewertung</span></a></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Verfuegbarkeit"></a>Verfügbarkeit:</strong></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>SACD / DVD: <span style="background-color: #ffffff; color: #333333;">Der 2008 erschienene 5.1 Mix ist out of Print und nur noch für Preise jenseits von 100 Euro zu bekommen. Die grüne Box mit allen Alben von 1970-1975 kostet gar über 500 € (statt der damaligen 100 €). </span><br />
</em></span></p>
<p><em>Stand: 22.12.2022</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong>Links:</strong></p>
<h6><a href="http://www.genesis-fanclub.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">It &#8211; Genesis Fanclub </a></h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://surroundmixe.de/genesis-foxtrot/">Genesis &#8211; Foxtrot</a> erschien zuerst auf <a href="https://surroundmixe.de">surroundmixe.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tony Banks &#8211; A Curious Feeling</title>
		<link>https://surroundmixe.de/tony-banks-a-curious-feeling/</link>
					<comments>https://surroundmixe.de/tony-banks-a-curious-feeling/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2022 18:22:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Tony Banks]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://surroundmixe.de/?p=3399</guid>

					<description><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1979 &#124; DVD &#124; Progressive Rock<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p>Bei A CURIOUS FEELING handelt es sich um das 1979 erschienene erste Soloalbum von Genesis-Keyboarder Tony Banks. Ein paar Jahre zuvor, nachdem mit dem Solodebut von Steve Hackett das erste Mal ein Soloalbum eines Genesis-Mitglieds veröffentlicht wurde, untersagte Banks Hackett weitere Soloausflüge, denn für diese wäre in einer Band kein Raum. Letztendlich verließ Steve Hackett 1977 die Band, Genesis nahmen als Trio ein neues Album auf und beschlossen danach eine kleine Pause zu machen. Tony Banks war schließlich das zweite Genesis-Mitglied, das neben der Band eine Solokarriere startete. Von nun an gab es zwischen zwei Genesis-Alben immer Raum für Soloaktivitäten. Wer weiß, wie die Bandgeschichte weitergegangen wäre, hätte Steve Hackett seinen Ausstieg überdacht. <a class="more-link" href="https://surroundmixe.de/tony-banks-a-curious-feeling/">Weiterlesen …</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1979 | DVD | Progressive Rock<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p><span style="font-size: 12px;"><strong>Springen zu:</strong>  <a href="#Musik">Musik</a>  |  <a href="#Mix">Surroundmix</a>  |  <a href="#Start">Albumstart</a>  |  <a href="#Bonus">Bonusmaterial</a>  |  <a href="#Fazit">Fazit</a>  |  <a href="#Verfuegbarkeit">Verfügbarkeit</a></span></p>
<p>Bei A CURIOUS FEELING handelt es sich um das 1979 erschienene erste Soloalbum von Genesis-Keyboarder Tony Banks. Ein paar Jahre zuvor, nachdem mit dem Solodebut von Steve Hackett das erste Mal ein Soloalbum eines Genesis-Mitglieds veröffentlicht wurde, untersagte Banks Hackett weitere Soloausflüge, denn für diese wäre in einer Band kein Raum. Letztendlich verließ Steve Hackett 1977 die Band, Genesis nahmen als Trio ein neues Album auf und beschlossen danach eine kleine Pause zu machen. Tony Banks war schließlich das zweite Genesis-Mitglied, das neben der Band eine Solokarriere startete. Von nun an gab es zwischen zwei Genesis-Alben immer Raum für Soloaktivitäten. Wer weiß, wie die Bandgeschichte weitergegangen wäre, hätte Steve Hackett seinen Ausstieg überdacht.</p>
<p>„Das bisher einzige Soloalbum des Chefs von Genesis. Ein ruhiges, intelligentes Album zum Zuhören, dessen Stücke auch auf jedem Genesis-Album Glanzpunkte wären“. Dies steht auf einem Beileger, der 1980 in der Plattenhülle des nächsten Genesis-Albums DUKE enthalten war. Das war ein Jahr bevor Phil Collins mit seinem ersten Soloalbum seinen Bekanntheitsgrad ins Extreme steigern ließ. Es dauerte nicht mehr lange und Genesis wurde von der Allgemeinheit als Phil-Collins-Band angesehen. Ende der 70er wusste man dagegen noch, dass Tony Banks der kreative Kopf war. Und so war man dann doch gespannt, was dieser Chef von Genesis so im Alleingang produzierte.</p>
<p>A CURIOUS FEELING erreichte einen respektablen 21. Platz in den UK Album Charts, was in etwa dem Bereich entspricht, die die Soloalben von Steven Hackett zu der Zeit erreichten. Es ist das mit Abstand erfolgreichste Album von Tony Banks. Nur der Nachfolger <a href="https://surroundmixe.de/tony-banks-the-fugitive/">THE FUGITIVE</a> kam 1983 noch in die Charts (Platz 50), die späteren Werke nicht mehr. Bei den Musikkritikern kam das Album gar nicht gut an, was daran liegen dürfte, dass zu der Zeit von Post-Punk pastorale Progressive Rock Alben generell nicht gemocht werden durften. Unter Genesis-Fans gilt das Album aber als bestes Soloalbum des Tastenmanns.</p>
<p>Nachdem Tony Banks gemeinsam mit Nick Davis den gesamten Genesis-Katalog in 5.1 remixte, kam die Idee auf, dass man als Nächstes die Alben des Keyboarders in Surroundsound veröffentlichen wollte. Man startete mit diesem Album 2009 und einige Zeit später mit THE FUGITIVE und beließ es schließlich dabei, denn die Resonanz danach war nicht sonderlich groß. Dennoch gibt es heute beide Alben meist nicht mehr zu normalen Preisen in Surround zu kaufen. Wie Blei im Regal schienen sie nun auch nicht zu stehen. Anders als bei Genesis ist der Surroundmix von A CURIOUS FEELING nicht auf einer SACD enthalten, sondern lediglich auf einer DVD.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3423 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/08/207-foto-tony-banks-a-curious-feeling.jpg" alt="Tony Banks - A Curious Feeling Surround Sound" width="1000" height="667" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/08/207-foto-tony-banks-a-curious-feeling.jpg 1000w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/08/207-foto-tony-banks-a-curious-feeling-300x200.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/08/207-foto-tony-banks-a-curious-feeling-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Tracklist:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">1 From the Undertow – 2:45<br />
2 Lucky Me – 4:23<br />
3 The Lie – 4:58<br />
4 After the Lie – 4:47<br />
5 A Curious Feeling – 3:58<br />
6 Forever Morning – 5:59<br />
7 You – 6:28<br />
8 Somebody Else&#8217;s Dream – 7:45<br />
9 The Waters of Lethe – 6:27<br />
10 For a While – 3:32<br />
11 In the Dark – 2:52</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Gesamtdauer: 52:54</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Musik"></a>Die Musik:</strong></p>
<p>A CURIOUS FEELING ist ein Konzeptalbum mit einer durchgehenden Geschichte. Ursprünglich wollte Tony Banks die Science-Fiction Geschichte &#8222;Blumen für Algernon&#8220; von Daniel Keyes vertonen, bei der ein geistig zurückgebliebener Mann durch ein Experiment für kurze Zeit hochintelligent wird. Banks kontaktierte den Autor, doch dieser sagte ihm, dass gerade ein Musical mit der Geschichte in der Mache wäre, sodass Banks die Grundidee verwarf und seine Texte dahingehend änderte, dass es in seiner Geschichte nun um einen Mann ging, der mehr und mehr seinen Verstand verliert, nachdem er eine Wette verloren hat. In dieser ging es darum, dass der Protagonist reich und berühmt wird, sollte er sich nicht verlieben, doch andererseits seinen Verstand verliert, sollte es ihm dennoch passieren. Und es passierte ihm dennoch!</p>
<p>Da Tony Banks bei Genesis neben den Keyboards auch immer wieder mal akustische Gitarre spielte, beschloss er, die Gitarrenparts und den Bass selbst einzuspielen. Singen wollte er dagegen nicht. Dies übernahm der Sänger Kim Beacon. Als Schlagzeuger holte sich Banks Chester Thompson, der seit zwei Jahren auf Genesis-Konzerten trommelte, weil Phil Collins singen musste.</p>
<p>Interessanterweise hat das Album mehr Gitarrenparts, als man zunächst denken könnte. Es gibt einige Stücke, die den typischen Genesis-Gitarrenklang aus mehreren Akustikgitarren haben, bei denen Tony Banks auch immer die 12-Saitige gespielt hat. Zusammen mit dem typischen Banks‘schen Keyboardspiel klingt das Album für Genesis-Ohren am Ende doch sehr vertraut. Auch kompositorisch sind viele Stücke mit ihrer unterschwelligen Melancholie sehr nah an den Genesis Stücken dieser Dekade, was aber am Ende auch nicht so verwunderlich ist, war Tony Banks zu der Zeit doch der kreativste Musiker in der Band. Im Vergleich zu seinen zahlreichen Eigenkompositionen in der Band sind die Stücke auf seinem ersten Soloalbum dann doch schwächer. Hier zeigt sich, dass Tony Banks seine Bandkollegen braucht, die seine Kompositionen etwas ins rechte Licht formen.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung:</strong> 83 %</span></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14px; color: #800000;">Besetzung:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;"> Tony Banks – keyboards, guitars, bass, percussion<br />
Chester Thompson – drums, percussion<br />
Kim Beacon – vocals</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Mix"></a>Der Surroundmix:</strong></p>
<p>Auch wenn Tony Banks auf seinem ersten Soloalbum außer dem Schlagzeug alle Instrumente spielt, ließ es sich natürlich auch nicht nehmen, die Songs, ähnlich wie bei Genesis mit vielen Sounds aus den Keyboards zu garnieren, Kritiker könnten sagen zuzukleistern. Im alten Stereomix dürfte dieses Zukleistern eher zutreffen, da dort der Sound sehr dicht war und wenig geatmet hat. Die Staffelung seiner Sounds im Raum kommt dem Album sehr zu Gute. Ob vorne, seitlich oder hinten, die verschiedenen Klänge aus seinen Synthesizern lassen sich nun viel besser heraushören.</p>
<p>Erst mit diesem Surroundmix ist mir bewusst geworden, dass Banks als Hauptinstrument seinen Yamaha CP-70B E-Flügel verwendete, der nahezu in jedem Song zu hören ist. Auch das nächste Genesis-Album <a href="https://surroundmixe.de/genesis-duke/">DUKE</a> wurde sehr klavierlastig mit diesem speziellen Sound. Nick Davis hat dieses Klavier stets sehr prominent in die Raummitte gemischt, sodass es aus allen Lautsprechern gefühlt gleichlaut erklingt. Die weiteren Synthie-Klänge werden entweder weiter in die Rears gepackt oder weiter vorne, wobei man fast immer das Gefühl hat, dass nur der Gesang von Kim Beacon wirklich in vorderster Front zu hören ist und alle anderen Instrumente weiter im Raum zu finden sind. Denn auch das Schlagzeug ließ Davis weiter nach vorne schieben.</p>
<p>Auf vielen Stücken spielt Tony Banks Gitarre. Zumeist ist das die akustische 12-Saitige, die er auch bei Genesis spielte. Mit ihr baute er den typischen Gitarrensound seiner Band nach, die Genesis in den 70er-Jahren auf vielen Stücken verwendete. Diese Gitarren sind, wie auch bei den Abmischungen von Genesis, überall im Raum zu hören, sodass man die einzelnen Gitarrenspuren besser heraushören kann. Vereinzelt sind auch Riffs auf der E-Gitarre zu hören, die ebenfalls zumeist in den hinteren Kanälen zu vernehmen sind. Dort platzierte man auch reichlich Percussionsounds, die Tony Banks mit Chester Thompson auf dem Album einspielte.</p>
<p>Alles im Allem ist der Surroundmix von A CURIOUS FEELING sehr gut gelungen und ist über die meiste Zeit diskret, wenn auch dies durch die sehr zentrale Positionierung von Klavier und Schlagzeug nicht immer so auffällt. Der Gesamtsound ist ausgezeichnet. Druckvoll und kristallklar. Das einzige kleine Manko ist, dass auch hier das Bassspiel von Tony Banks sehr im Hintergrund erahnt werden kann. Vermutlich war er hier mit seinen Darbietungen nicht wirklich glücklich.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung: </strong>95 %</span></p>
<hr />
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;"><strong>Vorhandene Tonformate: </strong><br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">DTS 5.1 (96 kHz / 24 bit)</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Dolby Digital 5.1</span></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Start"></a>Album starten:</strong></p>
<p>Es gibt keinen Stereomix auf der DVD, daher startet das Album in Surround, lobenswerterweise in DTS. Man muss lediglich vorher zweimal die Enter-Taste drücken.</p>
<hr />
<p><strong><a id="Bonus"></a>Bonusmaterial:</strong></p>
<p>Als kleine Bonusbeigabe gibt es zwei Musikvideos im typischen Endsiebziger Stil.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Aufwertung:</strong> +0,5%</span></p>
<hr />
<p><strong>Anspieltipp:</strong></p>
<p>Lucky Me, You</p>
<hr />
<p><strong><a id="Fazit"></a>Fazit:</strong></p>
<p>Sehr guter Surroundmix für das beste Soloalbum von Tony Banks.</p>
<p>Pros / Cons:<br />
<span style="font-size: 12px;">+ sehr guter Surroundmix<br />
+ Einfacher Albumstart<br />
+ etwas Bonusmaterial (+ 0,5%)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>GESAMTWERTUNG: 92 %<br />
</strong></h2>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-13 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg" alt="" width="317" height="47" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg 317w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half-300x44.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px" /></h2>
<h6><a href="https://surroundmixe.de/erlaeuterungen-zur-bewertung/"><span style="font-size: 8pt;">Erläuterungen zur Bewertung</span></a></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Verfuegbarkeit"></a>Verfügbarkeit:</strong></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>CD / DVD: <span style="background-color: #ffffff; color: #333333;">Gibt es noch für um die 18 Euro zu kaufen, was daran liegen dürfte, dass es 2016 eine Neuauflage gab. </span><br />
</em></span></p>
<p><em>Stand: 07.11.2022</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong>Links:</strong></p>
<h6>Tony Banks braucht keine eigene Webseite</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://surroundmixe.de/tony-banks-a-curious-feeling/">Tony Banks &#8211; A Curious Feeling</a> erschien zuerst auf <a href="https://surroundmixe.de">surroundmixe.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Anthony Phillips &#038; Andrew Skeet &#8211; Seventh Heaven</title>
		<link>https://surroundmixe.de/anthony-phillips-andrew-skeet-seventh-heaven/</link>
					<comments>https://surroundmixe.de/anthony-phillips-andrew-skeet-seventh-heaven/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2022 17:35:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Anthony Phillips]]></category>
		<category><![CDATA[Filmmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Orchester]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 2012 &#124; DVD &#124; Orchestrale Musik<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p>Anthony Phillips, Gründungsmitglied bei Genesis, hat seit seinem Ausstieg 1970 über 30 Soloalben herausgebracht. Weitaus produktiver war er allerdings beim Erstellen von Musik für Film und Fernsehen. So kann man seine Kompositionen in zahlreichen Dokus hören. Bei den über 30 Soloalben waren immer wieder mal Kooperationen mit anderen Musikern dabei. Eine von diesen Kooperationen ist das Album SEVENTH HEAVEN mit dem britischen Komponisten und Arrangeur Andrew Skeet, der bereits für Künstler wie Suede, George Michael und Sinead O‘Connor gearbeitet hat. <a class="more-link" href="https://surroundmixe.de/anthony-phillips-andrew-skeet-seventh-heaven/">Weiterlesen …</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 2012 | DVD | Orchestrale Musik<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p><span style="font-size: 12px;"><strong>Springen zu:</strong>  <a href="#Musik">Musik</a>  |  <a href="#Mix">Surroundmix</a>  |  <a href="#Start">Albumstart</a>  |  <a href="#Bonus">Bonusmaterial</a>  |  <a href="#Fazit">Fazit</a>  |  <a href="#Verfuegbarkeit">Verfügbarkeit</a></span></p>
<p>Anthony Phillips, Gründungsmitglied bei Genesis, hat seit seinem Ausstieg 1970 über 30 Soloalben herausgebracht. Weitaus produktiver war er allerdings beim Erstellen von Musik für Film und Fernsehen. So kann man seine Kompositionen in zahlreichen Dokus hören. Bei den über 30 Soloalben waren immer wieder mal Kooperationen mit anderen Musikern dabei. Eine von diesen Kooperationen ist das Album SEVENTH HEAVEN mit dem britischen Komponisten und Arrangeur Andrew Skeet, der bereits für Künstler wie Suede, George Michael und Sinead O‘Connor gearbeitet hat.</p>
<p>SEVENTH HEAVEN wurde ursprünglich im Jahr 2012 veröffentlicht und ist ein Doppelalbum. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass es sich bei dem Album um eine weitere Zusammenstellung von Film- und TV-Kompositionen handelt, denn die darauf zu hörende Musik klingt sehr stark nach Filmmusik. Es handelt sich um ein Album, welches mit einem Orchester aufgenommen wurde. Als Orchester diente hier das City Of Prague Philharmonic Orchestra. Hinzu kamen einige Solisten, die hier und da zu hören sind.</p>
<p>Im Zuge der 5.1 Reissues von Anthony Phillips wurde SEVENTH HEAVEN bereits 2019 wiederveröffentlicht. Neben einer DVD, auf der sich das Album in Surround Sound befindet, enthält diese Version eine dritte CD mit weiteren Stücken, die damals nicht für das Doppelalbum verwendet wurden. Den Surroundmix erstellte James Collins. Leider hat Esoteric Records hier wieder den Fehler gemacht, auf der Verpackung das DVD Audio Logo zu drucken. Es ist jedoch nur eine normale DVD enthalten, statt eine DVD Audio mit hochauflösendem Sound.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3280 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Foto-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven.jpg" alt="Anthony Phillips Seventh Heaven" width="1000" height="563" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Foto-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven.jpg 1000w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Foto-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-300x169.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Foto-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-768x432.jpg 768w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Foto-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-400x225.jpg 400w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Foto-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-780x439.jpg 780w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Tracklist:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">1 Credo in Cantus &#8211; 2:13<br />
2 A Richer Earth &#8211; 2:56<br />
3 Under the Infinite Sky &#8211; 3:04<br />
4 Grand Central &#8211; 2:24<br />
5 Kissing Gate &#8211; 2:27<br />
6 Pasquinade &#8211; 2:01<br />
7 Rain on Sag Harbour &#8211; 1:40<br />
8 Ice Maiden &#8211; 1:34<br />
9 River of Life &#8211; 3:08<br />
10 Desert Passage &#8211; 3:53<br />
11 Seven Ancient Wonders &#8211; 2:23<br />
12 Desert Passage (Reprise) &#8211; 1:05<br />
13 Circle of Light &#8211; 4:10<br />
14 Forgotten Angels &#8211; 2:38<br />
15 Courtesan &#8211; 2:54<br />
16 Ghosts of New York &#8211; 2:18<br />
17 Shipwreck of St. Paul &#8211; 3:45<br />
18 Cortege &#8211; 2:12</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">1 Credo in Cantus (instrumental) &#8211; 2:12<br />
2 Sojourn &#8211; 2:48<br />
3 Speak of Remarkable Things &#8211; 1:18<br />
4 Nocturne &#8211; 3:50<br />
5 Long Road Home &#8211; 2:27<br />
6 The Golden Leaves of Fall &#8211; 3:52<br />
7 Credo &#8211; 1:55<br />
8 Under the Infinite Sky (Reprise) &#8211; 3:09<br />
9 The Stuff of Dreams &#8211; 4:11<br />
10 Old Sarum Suite &#8211; 7:55<br />
11 For Eloise &#8211; 1:46<br />
12 Winter Song &#8211; 3:39<br />
13 Ghosts of New York (Piano Version) &#8211; 2:20<br />
14 Daniel&#8217;s Theme &#8211; 2:47<br />
15 Study in Scarlet &#8211; 1:03<br />
16 The Lives of Others &#8211; 2:57<br />
17 Forever Always &#8211; 3:00</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Gesamtdauer: 97:53<br />
</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Musik"></a>Die Musik:</strong></p>
<p>Die meisten Stücke wurden von Anthony Phillips und Andrew Skeet gemeinsam geschrieben. Beide sind auch auf dem Album zu hören, allerdings nicht auf allen Stücken. Das Orchester ist hier eindeutig der Hauptdarsteller. Die jahrelange Arbeit bei Soundtracks von Anthony Phillips bewirkte, dass SEVENTH HEAVEN auch stark wie ein Filmscore klingt. Nun gut, welche orchestrale Musik aus der heutigen Zeit assoziiert man nicht mit Filmmusik?</p>
<p>Etwas überraschend ist, dass die Stücke nicht gerade lang sind, wie man es bei Einspielungen von Orchestraler Musik meinen könnte. Viele der Stücke dauern nur um die drei Minuten, ein Hinweis, dass man durchaus in Betracht gezogen hat, diese Stücke auch wieder fürs Fernsehen zu verwenden.</p>
<p>Aufgrund der vielen verschiedenen Stücke und der Tatsache, dass es sich um ein Doppelalbum handelt, ist dies eine Menge Musik, die man da zu hören bekommt. Unweigerlich wird es daher schwer, über das gesamte Album als Hörer konzentriert zu bleiben. Es sind viele schöne Stücke auf SEVENTH HEAVEN enthalten, aber es gibt eben auch Stücke, die munter dahinplätschern.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung:</strong> 73 %</span></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14px; color: #800000;">Besetzung:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Anthony Phillips &#8211; 12-string, 6-string, Classical 6- &amp; 8-string guitars, Oud, Saz, Bazouki, Piano<br />
Andrew Skeet &#8211; Piano, Orchestral Arrangements, Conductor<br />
Lucy Crowe &#8211; Vocal (Credo in Cantus)<br />
Belinda Sykes &#8211; Vocal (Seven Ancient Wonders)<br />
Chris Worsey &#8211; Cello<br />
John Parricelli &#8211; Classical Guitar<br />
Martin Robertson &#8211; Taragoto, E-Flat-Clarinet<br />
Michela Strumova &#8211; Voice (Winter Song)<br />
Paul Clarvis &#8211; Percussion<br />
</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Mix"></a>Der Surroundmix:</strong></p>
<p>Musik mit Orchester könnte schön gestaffelt im Raum abgemischt werden, wenn die einzelnen Instrumente von den Frontkanälen bis zu den Rearlautsprechern in mehreren Ebenen positioniert werden. Meistens werden aber klassische Alben in Surround so abgemischt, dass das Orchester zum großen Teil vorne zu hören ist und in den hinteren Kanälen nur gewisse Anteile und Hall hinzugemischt werden. Man will so den Eindruck hinterlassen, als würde man in einer Philharmonie sitzen.</p>
<p>Auch SEVENTH HEAVEN ist auf diese Art und Weise abgemischt. In der Regel erklingt alles recht frontlastig. Die hinteren Lautsprecher haben definitiv auch zu tun, aber zumeist sind es eben Anteile der Instrumente, die eh schon vorne zu hören sind, die aus den hinteren Lautsprechern erklingen. Gelegentlich hat man aber dann doch den Eindruck, dass gewisse Instrumentengruppen bewusst weiter in den Raum geschoben werden, wie z.B. die Cellos im zweiten Stück <em>A Richer Earth</em>.</p>
<p>Ein wenig versäumt wurde es, die Parts, die Anthony Phillips eingespielt hat, etwas prominenter im Mix zu verteilen. Diese sind ebenfalls in den vorderen Kanälen zu hören. Hier hätte ich mir gewünscht, dass er etwas vom Orchester getrennt wird, indem entweder Phillips in die Rears gelegt wird, oder andersrum die Streicher. Ein weiteres Beispiel ist <em>Dessert Passage</em>. Dieses orientalisch angehauchte Stück enthält viele Percussion-Anteile, die aber auch wieder gemeinsam mit den Streichern vorne kleben, statt dass man diese Sounds im Raum separiert.</p>
<p>Die Gitarrenparts von Anthony Phillips sind zumeist so abgemischt wie auf seinen beiden akustischen Alben <a href="https://surroundmixe.de/anthony-phillips-field-day/">FIELD DAY</a> und <a href="https://surroundmixe.de/anthony-phillips-strings-of-light/">STRINGS OF LIGHT</a>. Die Räumlichkeit ergibt sich hier durch geschmackvolle Hallanteile, die eine gewisse Räumlichkeit vermitteln. Dies ist auch schön bei Stücken zu hören, die ohne Orchester auskommen. Das kurze Stück <em>Ice Maiden</em> ist ein Klavierstück, welches starke Hallanteile enthält, die im gesamten Raum gelegt wurden. Man ist fast geneigt zu behaupten, dass dieses Solo-Stück auf dem Album am räumlichsten klingt.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung: </strong>73 %</span></p>
<hr />
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;"><strong>Vorhandene Tonformate: </strong> </span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">DTS 96/24 5.1<br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Dolby Digital 5.1<br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Stereo (CD)<br />
</span></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Start"></a>Album starten:</strong></p>
<p>Auf der DVD befindet sich das Album in der Stereofassung und im Surroundmix. Wie so oft wird auch hier zunächst die Stereofassung abgespielt, wenn man im Menü auf Enter drückt. Über die Audiotaste kann man auf DTS umschalten. Will man bereits im Menü die Audiospur einstellen, tippt man diese Tastenkombination auf der Fernbedienung:</p>
<p>LEFT &gt; ENTER &gt; DOWN &gt; ENTER &gt; ENTER</p>
<div id="attachment_3288" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3288" class="size-medium wp-image-3288" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-300x170.jpg" alt="Anthony Phillips Seventh Heaven DVD" width="300" height="170" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-300x170.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-768x434.jpg 768w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-400x225.jpg 400w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-780x439.jpg 780w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven.jpg 847w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3288" class="wp-caption-text">LEFT &gt; ENTER</p></div>
<div id="attachment_3287" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-2-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3287" class="wp-image-3287 size-medium" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-2-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-2-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-300x169.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-2-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-768x431.jpg 768w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-2-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-400x225.jpg 400w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-2-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven-780x439.jpg 780w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2022/05/196-Menu-2-Anthony-Phillips-Seventh-Heaven.jpg 849w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3287" class="wp-caption-text">DOWN &gt; ENTER &gt; ENTER</p></div>
<p><span style="color: #333399;"><strong> Abwertung: -1,5 %<br />
</strong></span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Bonus"></a>Bonusmaterial:</strong></p>
<p>Neben dem Mix in Surround gibt es bei dieser Veröffentlichung noch eine dritte CD mit zehn weiteren Stücken. Da die Stücke aber alle recht kurz sind, beträgt die Dauer der CD weniger als eine halbe Stunde.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong> Aufwertung: +1 %<br />
</strong></span></p>
<hr />
<p><strong>Anspieltipp:</strong></p>
<p>Ice Maiden, Under The Infinite Sky</p>
<hr />
<p><strong><a id="Fazit"></a>Fazit:</strong></p>
<p>Der Surroundmix alleine ist kein Kaufargument. Musikalisch ist es eine interessante weitere Facette in der Diskografie von Anthony Phillips.</p>
<p><span style="font-size: 12px;">Pros / Cons:<br />
+ sehr guter Klang, Surroundmix aber eher konservativ<br />
+ Bonus-CD mit zusätzlichen Stücken (+1 %)<br />
&#8211; Keine DVD-Audio wie auf der Verpackung angegeben (- 2%)<br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>GESAMTWERTUNG: 70 %<br />
</strong></h2>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-21 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-3.jpg" alt="" width="317" height="47" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-3.jpg 317w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-3-300x44.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px" /></h2>
<h6><a href="https://surroundmixe.de/erlaeuterungen-zur-bewertung/"><span style="font-size: 8pt;">Erläuterungen zur Bewertung</span></a></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Verfuegbarkeit"></a>Verfügbarkeit:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #800000;"><em>DVD:</em> </span>Das Set, bestehend aus 2 CDs und einer DVD, gibt es ab 33 Euro.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Stand: 24.05.2022</em></p>
<hr />
<p><strong>Links:</strong></p>
<h6><a href="http://anthonyphillips.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Offizielle Webseite von Anthony Phillips</a></h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://surroundmixe.de/anthony-phillips-andrew-skeet-seventh-heaven/">Anthony Phillips &#038; Andrew Skeet &#8211; Seventh Heaven</a> erschien zuerst auf <a href="https://surroundmixe.de">surroundmixe.de</a>.</p>
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		<title>Genesis &#8211; We Can&#8217;t Dance</title>
		<link>https://surroundmixe.de/genesis-we-cant-dance/</link>
					<comments>https://surroundmixe.de/genesis-we-cant-dance/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2021 17:59:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[SACD]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://surroundmixe.de/?p=3000</guid>

					<description><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1991 &#124; SACD + DVD &#124; Pop<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p>Bevor in den nächsten Wochen eine Reihe von aktuellen Veröffentlichungen von Musik in Surround Sound besprochen werden, soll es zunächst noch mal um einen Klassiker gehen. Es verwundert vielleicht zunächst, warum das Album WE CAN‘T DANCE von Genesis als Klassiker bezeichnet wird. Das vorletzte Studioalbum der Band und das letzte Album, bei dem Phil Collins beteiligt war, hat irgendwie immer noch die Aura des „aktuellsten Albums“ und doch feiert es die Tage seinen immerhin schon 30. Geburtstag. Schon verrückt, gefühlt kommt es mir so vor, als wäre der Hype um das Album erst 10 Jahre her. <a class="more-link" href="https://surroundmixe.de/genesis-we-cant-dance/">Weiterlesen …</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://surroundmixe.de/genesis-we-cant-dance/">Genesis &#8211; We Can&#8217;t Dance</a> erschien zuerst auf <a href="https://surroundmixe.de">surroundmixe.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1991 | SACD + DVD | Pop<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p><span style="font-size: 12px;"><strong>Springen zu:</strong>  <a href="#Musik">Musik</a>  |  <a href="#Mix">Surroundmix</a>  |  <a href="#Start">Albumstart</a>  |  <a href="#Bonus">Bonusmaterial</a>  |  <a href="#Fazit">Fazit</a>  |  <a href="#Verfuegbarkeit">Verfügbarkeit</a></span></p>
<p>Bevor in den nächsten Wochen eine Reihe von aktuellen Veröffentlichungen von Musik in Surround Sound besprochen werden, soll es zunächst noch mal um einen Klassiker gehen. Es verwundert vielleicht zunächst, warum das Album WE CAN‘T DANCE von Genesis als Klassiker bezeichnet wird. Das vorletzte Studioalbum der Band und das letzte Album, bei dem Phil Collins beteiligt war, hat irgendwie immer noch die Aura des „aktuellsten Albums“ und doch feiert es die Tage seinen immerhin schon 30. Geburtstag. Schon verrückt, gefühlt kommt es mir so vor, als wäre der Hype um das Album erst 10 Jahre her.</p>
<p>Als WE CAN‘T DANCE im November 1991 erschien, war dies das erste Genesis Album seit dem 1986 erschienen <a href="https://surroundmixe.de/genesis-invisible-touch/">INVISIBLE TOUCH</a>. In der Zwischenzeit haben Tony Banks und Mike Rutherford je zwei Soloalben veröffentlicht, Phil Collins spielte die Hauptrolle im Film Buster und veröffentlichte anschließend sein erfolgreiches Album BUT SERIOUSLY. Nun meldeten sich plötzlich Genesis mit ihrer sieben Minuten langen Single <em>No Son Of Mine</em> wieder. Zu der Zeit war ich bereits etwa ein halbes Jahr Fan der Band und freute mich natürlich, dass es was Neues gab. Überrascht war ich allerdings, dass Genesis in den nächsten Monaten vor allem in Deutschland so stark präsent waren.</p>
<p>WE CAN‘T DANCE hielt sich insgesamt fast ein halbes Jahr auf Platz 1 der deutschen Album-Charts. Es hätte noch etwas mehr werden können, aber ich habe die CD damals in der Schule vermutlich 30-mal jemandem auf Kassette überspielt. Gefühlt fand sich das Album in jedem zweiten Haushalt. Den Erfolg befeuert haben dürften auch die witzigen Musikvideos zu <em>I Can‘t Dance</em> und <em>Jesus, He Knows Me</em>, die damals auf MTV rauf und runter gespielt wurden. Und auch heute noch, 30 Jahre später, vergeht kaum ein Tag, an dem nicht einer der Songs aus dem Album im Format-Radio gespielt wird. Insgesamt verkaufte sich das Album über 20 Millionen Mal weltweit und gilt als erfolgreichstes Album der Band.</p>
<p>Als Genesis sich 2007 auf Reunion Tour befanden, wurden alle Alben neu abgemischt in Surround Sound auf SACD wiederveröffentlicht. WE CAN‘T DANCE wurde einzeln veröffentlicht (mit einer Bonus DVD) und innerhalb der roten Box, die die Alben zwischen 1983 – 1997 beinhaltet. Erstellt hat den Surroundmix wieder Nick Davis im Beisein von Tony Banks. Aktuell befinden sich Genesis wieder auf Reunion Tour. Wo bleiben jetzt die Wiederveröffentlichungen?</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3007 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/11/176-Foto-Genesis-We-Cant-Dance.jpg" alt="Genesis We Can't Dance SACD Surround Sound" width="1000" height="667" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/11/176-Foto-Genesis-We-Cant-Dance.jpg 1000w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/11/176-Foto-Genesis-We-Cant-Dance-300x200.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/11/176-Foto-Genesis-We-Cant-Dance-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Tracklist:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">1 No Son of Mine &#8211; 6:41<br />
2 Jesus He Knows Me &#8211; 4:23<br />
3 Driving the Last Spike &#8211; 10:10<br />
4 I Can&#8217;t Dance &#8211; 4:04<br />
5 Never a Time &#8211; 3:52<br />
6 Dreaming While You Sleep &#8211; 7:21<br />
7 Tell Me Why &#8211; 5:00<br />
8 Living Forever &#8211; 5:42<br />
9 Hold on My Heart &#8211; 4:40<br />
10 Way of the World &#8211; 5:40<br />
11 Since I Lost You &#8211; 4:10<br />
12 Fading Lights &#8211; 10:16</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Gesamtdauer: 71:30<br />
</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Musik"></a>Die Musik:</strong></p>
<p>Im Vergleich zu dem sehr poppigen INVISIBLE TOUCH, welches den typischen Mit-80er-Jahre Sound mit Keyboards, Synth-Bass und E-Drums hat, klingt WE CAN‘T DANCE um einiges organischer und erdiger. Es klingt wieder mehr nach echten Instrumenten. Der Albumtitel ist eine ironische Entschuldigung für die vorhandene Musik auf dem Tonträger. Zu der Zeit beherrschte Dance-Music die Charts und das, was Genesis da bot, war etwas, wonach man beim besten Willen nicht tanzen konnte (wenn auch <em>I Can‘t Dance</em> damals dennoch in den Discos gespielt wurde und die Leute entsprechend dazu tanzten).</p>
<p>Der Erfolg des Albums dürfte daher auch etwas damit zu tun haben, dass sich die Musik von der restlichen Chartmusik abgrenzte, wobei dies kein Alleinstellungsmerkmal von Genesis war. Anfang der 90er waren die Charts überaus farbenfroh, es gab Nirvana, R.E.M., Marc Cohn, Tom Petty, Dire Straits, Massive Attack, Snap, De La Soul und so weiter. Alles Welten von dem heutigen Einheitsbrei entfernt.</p>
<p>Zurück zu WE CAN‘T DANCE. Das erste Mal seit THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY von 1974 haben Genesis wieder ein Doppelalbum aufgenommen. Während THE LAMB noch ein Konzept-Album war, sind die Songs auf DANCE alle eigenständig und behandeln oftmals gesellschaftskritische Themen wie Fernsehprediger, Umweltschutz, Schönheitswahn, Fahrerflucht und Armut. Die Singles wurden seitdem so oft im Radio totgedudelt, dass man sie heute immer noch nicht wieder anhören kann. Rein nüchtern betrachtet erkennt man aber auch in <em>No Son Of Mine</em> und <em>I Can‘t Dance</em> die Progwurzeln der Band. Ersteres hat die Dramatik und den für Genesis typischen Spannungsaufbau. Zu <em>I Can‘t Dance</em> kann man stehen wie man will, aber nur eine Prog-Band würde einen simplen Blues so arrangieren, wie es Genesis mit <em>I Can‘t Dance</em> gemacht haben. Ein Blues-Song mit elektronisch, synthetischen Sounds? So etwas macht man doch nicht! Doch, genau so etwas machten Prog-Bands auch schon in den 70ern, in dem sie verschiedene Stile mixten. Skurille 4 Minuten Songs, wo man nicht wusste, was man davon halten soll, machten Genesis in den 70ern auch schon (<em>Here Comes the Supernatural Anesthetist</em>, <em>Harold The Barrel</em>) und andere wie ELP auch (<em>Are You Ready, Eddy</em>). Gab es seit 1991 eigentlich wieder einen Blues-Hit in den Charts, oder war <em>I Can‘t Dance</em> der Letzte?</p>
<p>Als das Album 1991 erschien, war ich begeistert, allerdings kannte ich damals das meiste von Genesis noch nicht. Heutzutage gehört es zu den Alben, die ich von der Band am seltensten höre. Dies liegt aber nicht daran, dass mir die Musik nicht mehr gefällt. Ich finde, das Album hat ein paar sehr gute Stücke, aber auch einige Lückenfüller. Eine normale Albumlänge von etwa 45-50 Minuten wäre viel besser gewesen. Die vier ersten Singles, die beiden langen progressiven Stücke und <em>Dreaming While You Sleep</em> und man hätte das beste Genesis-Album seit <a href="https://surroundmixe.de/genesis-duke/">DUKE</a>.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung:</strong> 76 %</span></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14px; color: #800000;">Besetzung:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Tony Banks – keyboards<br />
Phil Collins – drums, vocals<br />
Mike Rutherford – basses, guitars</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Mix"></a>Der Surroundmix:</strong></p>
<p>Der 5.1-Mix von WE CAN‘T DANCE war mir, da ich das Album ja eher selten höre, nicht mehr so geläufig. Umso überraschter war ich jetzt, dass er doch richtig gut ist. Grundsätzlich vertrat ich bisher die Meinung, dass die älteren Alben aus der grünen Box (die Gabriel-Jahre) um einiges diskreter klingen als die poppigen Jahre der roten Box. Dies ist zumindest bei WE CAN‘T DANCE nicht der Fall.</p>
<p>Was auffällt, ist, dass der Mix des Albums um einiges offensiver klingt, als andere Genesis-Alben in Surround. Das Schlagzeug und der Bass, also das Grundfundament, sind viel weiter in die Raummitte geschoben und kleben nicht an der Position der Frontlautsprecher. Im Fußball würde man sagen, die Abwehrreihe ist weit vorgerückt. Dadurch klingt das Ganze schon mal um einiges druckvoller. In den Rears finden sich häufig Keyboards und Gitarren, aber auch seitlich vom Hörer findet eine Menge statt. Es fällt auf, dass sich Genesis mit dem Album viel Zeit gelassen haben, sodass man in den Rears häufiger dezente Effektsounds ausmachen kann, die zumeist aus den Keyboards von Tony Banks kommen. Auch schwirren mal Sounds hinterm Hörer von links nach rechts wie bei <em>Way Of The World</em>.</p>
<p>Mike Rutherford hat auf dem Album ebenfalls mehr zu tun als auf dem Vorgänger. Die Ballade <em>Never A Time</em> entpuppt sich in Surround als ziemlich gitarrenlastig. Mindestens drei verschiedene Gitarrensounds kann man hier ausmachen, unter anderem eine akustische. Dabei war ich der Meinung, dass Rutherford nach DUKE erst wieder beim Mechanics-Hit <em>Over My Shoulder</em> Mitte der 90er zur akustischen gegriffen hat.</p>
<p>Absolutes Highlight in 5.1 ist <em>Dreaming While You Sleep</em>. Das Stück gehört für mich zu den besten in Surround Sound abgemischten Songs, bei dem gerade in den Rears eine Menge Betrieb herrscht, angefangen bei Sounds des Drumcomputers, den Xylophon-artigen Keyboard-Arpeggios, weiteren Keyboards und Effektsounds, dazu Rutherfords Gitarre, die durch den Raum schwebt. Es entsteht dadurch eine unfassbar dichte, ja fast klaustrophobische Atmosphäre um den Hörer herum.</p>
<p>Ebenfalls punkten kann <em>Fading Lights</em>. Es ist vielleicht nicht der diskreteste Song in der Abmischung, da doch recht sparsam instrumentiert. Jedoch besticht das Stück ebenfalls durch eine dichte und druckvolle Atmosphäre, vor allem im Instrumentalteil. Und wenn man genau hinhört, erkennt man, dass der Gesang sich langsam vom Hörer entfernt. Er beginnt relativ zentral in der Raummitte und entfernt sich mit jeder Strophe dezent in Richtung des Center-Lautsprechers, was für einen „Abschiedssong“ eine geniale Möglichkeit darstellt, den Songinhalt auf den Mix zu übertragen. Ich ziehe meinen Hut!</p>
<p>Doch leider gibt es einen Song, der die Gesamtwertung des Mixes extrem ins Negative beeinflusst. Gemeint ist hier das vorletzte Stück <em>Since I Lost You</em>. Es ist generell keine Sternstunde im Songwriting von Genesis, doch irgendwie haben es Nick Davis und Tony Banks geschafft, diesen Song kaputtzumischen. Was haben sie gemacht? Vom Grundcharakter erinnert das Stück in seinem Arrangement ein wenig an Soul-Songs aus den 60ern. Entsprechend haben sie den Song dann auch in 5.1 gemischt. Links scheppert das Schlagzeug, rechts singt Phil Collins (vermutlich der einzige Genesis Song in 5.1, dessen Lead Vocals nicht aus dem Center kommen). Keyboards und Gitarre ergeben einen Einheitsbrei, dass es wie eine Monoaufnahme klingt. Es klingt fürchterlich, wie schlechte Quadrophonie. Auch die Stereofassung hat hier das Schlagzeug links und den Gesang rechts. Das ist mir in 30 Jahren gar nicht mal so aufgefallen ist, dass man es hier mit diesem 60er-Jahre Stereo-Mix-Stil zu tun hat, da das in Stereo viel dezenter ist.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung: </strong>94 %</span></p>
<hr />
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;"><strong>Vorhandene Tonformate: </strong><br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">SACD DSD 5.1</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">SACD DSD 2.0<br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">CD Audio</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">DTS 5.1  (96 kHz / 24 bit)</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Dolby Digital 5.1</span></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Start"></a>Album starten:</strong></p>
<p>Die SACD lässt sich (sofern man ein SACD kompatibles Gerät hat und dieses so eingestellt hat) automatisch mit dem 5.1 Mix starten. Wer keinen SACD Player sein eigen nennt, kann den Surround-Mix auch von der DVD hören, der da in Dolly Digital und DTS 96/24 vorliegt. Großer Pluspunkt: Das Menü ist so konzipiert, dass man lediglich zweimal Enter drücken muss, um das Album in DTS hören zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong><a id="Bonus"></a>Bonusmaterial:</strong></p>
<p>Neben den gut gemachten Musikvideos gibt es wieder das obligatorische Interview mit der Band, welches dieses Mal mit knapp 15 Minuten sehr kurz ausfällt. Da hätte man annehmen können, dass sie für ein Doppelalbum mehr zu sagen hätten. Interessant ist die Doku &#8222;No Admittance&#8220; mit einer Dauer von 45 Minuten. Sie zeigt die Band bei den Aufnahmen zum Album und wie sie die einzelnen Songs entwickelt. Unter anderem hört man sie kurz an einem Reggae-Stück proben, was sich als Urform von <em>Jesus, He Knows Me</em> entpuppt. Der Reggae schaffte es letztendlich nur in die Bridge.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Aufwertung:</strong> +2 %</span></p>
<hr />
<p><strong>Anspieltipp:</strong></p>
<p>Dreaming While You Sleep</p>
<hr />
<p><strong><a id="Fazit"></a>Fazit:</strong></p>
<p>Bis auf eine Ausnahme ein grandioser Surround Mix.</p>
<p>Pros / Cons:<br />
<span style="font-size: 12px;">+ sehr guter Surroundmix<br />
+ High Resolution (+ 1%)<br />
+ Album lässt sich blind starten<br />
+ Bonusmaterial auf der DVD (+ 2%)<br />
&#8211; Ein Einzelalbum wäre die bessere Wahl gewesen, es sind zu viele Lückenfüller vorhanden<br />
&#8211; Since I Lost You trübt den Gesamteindruck des Surround-Mixes<br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>GESAMTWERTUNG: 92 %<br />
</strong></h2>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-13 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg" alt="" width="317" height="47" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg 317w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half-300x44.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px" /></h2>
<h6><a href="https://surroundmixe.de/erlaeuterungen-zur-bewertung/"><span style="font-size: 8pt;">Erläuterungen zur Bewertung</span></a></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Verfuegbarkeit"></a>Verfügbarkeit:</strong></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>SACD / DVD: <span style="background-color: #ffffff; color: #333333;">Der 2007 erschienene 5.1 Mix ist out of Print und nur noch für Preise jenseits von ca. 200 Euro (gebraucht!) zu bekommen. Die rote Box mit allen Alben von 1983-1998 kostet gar 500 € und mehr (statt der damaligen 100 €). </span><br />
</em></span></p>
<p><em>Stand: 14.11.2021</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong>Links:</strong></p>
<h6><a href="http://www.genesis-fanclub.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">It &#8211; Genesis Fanclub </a></h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://surroundmixe.de/genesis-we-cant-dance/">Genesis &#8211; We Can&#8217;t Dance</a> erschien zuerst auf <a href="https://surroundmixe.de">surroundmixe.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Steve Hackett &#8211; Surrender of Silence</title>
		<link>https://surroundmixe.de/steve-hackett-surrender-of-silence/</link>
					<comments>https://surroundmixe.de/steve-hackett-surrender-of-silence/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Sep 2021 17:01:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blu-ray Disc]]></category>
		<category><![CDATA[Blu-Ray Disc]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Hackett]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://surroundmixe.de/?p=2941</guid>

					<description><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 2021 &#124; Blu-ray &#124; Progressive Rock<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p>71 Jahre und nicht müde. Nachdem Steve Hackett Anfang des Jahres bereits mit UNDER A MEDITERRANEAN SKY ein neues Akustik-Album veröffentlicht hat, legt er gerade mal neun Monate später einen Nachfolger nach. SURRENDER OF SILENCE heißt das neue Album und ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger auch wieder in Surround Sound erschienen. <a class="more-link" href="https://surroundmixe.de/steve-hackett-surrender-of-silence/">Weiterlesen …</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 2021 | Blu-ray | Progressive Rock<br />
</span></span></h5>
<hr />
<p><span style="font-size: 12px;"><strong>Springen zu:</strong>  <a href="#Musik">Musik</a>  |  <a href="#Mix">Surroundmix</a>  |  <a href="#Start">Albumstart</a>  |  <a href="#Bonus">Bonusmaterial</a>  |  <a href="#Fazit">Fazit</a>  |  <a href="#Verfuegbarkeit">Verfügbarkeit</a></span></p>
<p>71 Jahre und nicht müde. Nachdem Steve Hackett Anfang des Jahres bereits mit UNDER A MEDITERRANEAN SKY ein neues Akustik-Album veröffentlicht hat, legt er gerade mal neun Monate später einen Nachfolger nach. SURRENDER OF SILENCE heißt das neue Album und ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger auch wieder in Surround Sound erschienen.</p>
<p>SURRENDER OF SILENCE ist wieder ein typisches Rockalbum, wie man es von Steve Hackett, dem ehemaligen Genesis-Gitarristen, in den letzten Jahren erwarten konnte. Das meiste wurde von ihm und Roger King im heimischen Studio (Steves Wohnzimmer) aufgenommen. Es gibt aber auch wieder zahlreiche Gäste, die man auf dem Album hören kann, unter anderem natürlich Hacketts Liveband. Sogar Nad Sylvan, der im Liverepertoire von Steve Hackett immer die Gesangsteile von Hacketts alten Mitstreitern Peter Gabriel und Phil Collins übernimmt, durfte auf einem Song vom neuen Album seine Gesangskünste unter Beweis stellen. Als Gastschlagzeuger sind zudem Phil Ehart von Kansas und Nick D‘Virgilio zu hören. Mit Phil Ehart hat Steve Hackett zuletzt auf seinem 1978 erschienenen zweiten Soloalbum <a href="https://surroundmixe.de/steve-hackett-please-dont-touch/">PLEASE DON&#8217;T TOUCH</a> zusammengearbeitet.</p>
<p>Den Surroundmix von SURRENDER OF SILENCE hat wieder Roger King erstellt. Erschienen ist er in einer Deluxe Box im Mediabook-Format. Im Gegensatz zu den früheren Veröffentlichungen hat man sich hier für eine etwas teurere Variante erschienen. Hoffen wir, dass das nächste Hackett Album nicht in einer Super-Deluxe-Edition mit großem Buch, Outtakes-CD, Doppelvinyl und weiterem Krimskrams für um die 100 Euro erscheint. Mit dem neuen Album ist Steve Hackett in den deutschen Charts in die Top 10 gekommen, was ihm in seiner 46 Jahre alten Solokarriere noch nie gelungen ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2944 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/09/171-Foto-Steve-Hackett-Surrender-of-Silence.jpg" alt="Steve Hackett Surrender of Silence Deluxe Edition" width="1000" height="667" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/09/171-Foto-Steve-Hackett-Surrender-of-Silence.jpg 1000w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/09/171-Foto-Steve-Hackett-Surrender-of-Silence-300x200.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/09/171-Foto-Steve-Hackett-Surrender-of-Silence-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Tracklist:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">1 The Obliterati &#8211; 2:16<br />
2 Natalia &#8211; 6:17<br />
3 Relaxation Music For Sharks &#8211; 4:36<br />
4 Wingbeats &#8211; 5:19<br />
5 The Devil‘s Cathedral &#8211; 6:30<br />
6 Held In The Shadows &#8211; 6:20<br />
7 Shanghai To Samarkand &#8211; 8:27<br />
8 Fox&#8217;s Tango &#8211; 4:21<br />
9 Day Of The Dead &#8211; 6:25<br />
10 Scorched Earth &#8211; 6:03<br />
11 Esperanza &#8211; 1:04</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Gesamtdauer: 57:38</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Musik"></a>Die Musik:</strong></p>
<p>Wem die letzten Veröffentlichungen von Steve Hackett der sagen wir 10-15 Jahre gefallen, der kann wieder bedenkenlos zugreifen. Wer findet, dass sich Hackett längst in seinem Klangkosmos festgefahren hat, der dürfte sich mit diesem Album wieder bestätigt fühlen. Man erhält wieder Musik, die zwischen Hacketts virtuoser Gitarrenarbeit und Roger Kings Unmengen an Library-Sounds hin und her pendelt. Natürlich gibt es wieder viel Sample-Orchester und Bombast zu hören, virtuelle russische Chöre, afrikanische Gesänge und Getrommel und hier und da auch echte Instrumente aus dem Mittleren Osten.</p>
<p>Steve Hackett scheint diese Vielfalt zu gefallen und es sei ihm gegönnt. Mit über 70 Jahren muss er sich nicht mehr neu erfinden, und wenn ihm das Ergebnis am Ende gefällt, hat er auch alles richtig gemacht. Ich denke, er ist als alternder Musiker immer noch fasziniert davon, dass man mit verhältnismäßig günstigen Mitteln so eine klangliche Bandbreite auf ein Album packen kann. Wer hätte das noch vor 20 Jahren gedacht? Dem normalen Hörer ist das aber auf Dauer viel zu opulent, vor allem weil der Sound auch auf den letzten vier oder fünf Alben von Steve Hackett auch schon so zu hören war.</p>
<p>Manchmal wandelt das Album sehr nah an Kitsch und darüber hinaus. <em>Wingbeats</em> scheint mir eine Bewerbung für ein König der Löwen Musical zu sein. Generell hat man oft das Gefühl, man würde Filmmusik hören mit Gesang.<em> Natalia</em> würde super als Untermalung für einen Tim Burton Film passen mit Johnny Depp als zwielichtigen Russen.</p>
<p>Was die Gitarrenarbeit von Steve Hackett angeht, muss man aber den Hut ziehen. Ich weiß nicht, ob es noch einen Rockgitarristen über 70 gibt, der noch so spielen könnte, wie es Hackett auf dem Album tut. Aber auch hier habe ich das Gefühl, dass er unbedingt allen zeigen will, dass er mit 71 schneller spielen kann als mit 21 (was eigentlich stimmt). Es wirkt ziemlich aufgesetzt.</p>
<p>Es gibt aber auch Highlights auf dem Album! <em>Fox‘s Tango</em>, ein Song der nichts mit dem alten Genesis Album Foxtrot zu tun hat, sondern von Fake News handelt, die der amerikanische Newssender Fox News gerne mal verbreitet hat, ist ein guter Rocker geworden, der sich nicht so in Bombast und viele musikalische Wechsel verstrickt. Vor allem Hacketts Gesang ist hier überraschend gut, was man ihm so nicht zugetraut hätte. Ebenfalls gefallen <em>Held in The Shadows</em> und <em>Scorched Earth</em>, die obligatorische Ballade am Ende des Albums. <em>Shanghai to Samarkand</em> ist ebenfalls auch nicht zu verachten. Es ist zwar größten Teils Stückwerk und besteht aus vielen Teilen, transportiert aber eine tolle Stimmung und erzeugt damit beim Hörer Bilder von Reisen auf der Seidenstraße. Vielleicht muss man das Album als großen musikalischen Reisebericht begreifen, in Zeiten, in denen Reisen schwierig ist. Vielleicht lässt sich auf diese Weise ein Zugang zur Musik finden.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung:</strong> 75 %</span></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14px; color: #800000;">Besetzung:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Steve Hackett &#8211; electric &amp; acoustic guitars, 12 string, charango, oriental zither, harmonica, percussion, vocals<br />
Roger King &#8211; keyboards, programming &amp; orchestral arrangements<br />
Jonas Reingold &#8211; bass<br />
Rob Townsend &#8211; soprano sax, tenor sax, bass clarinet, dizi<br />
Christine Townsend &#8211; violin, viola<br />
Craig Blundell &#8211; drums (5, 6, 10)<br />
Phil Ehart &#8211; drums (7)<br />
Nick D’Virgilio &#8211; drums (3, 8)<br />
Amanda Lehmann &#8211; vocals (2, 4, 6, 9, 10)<br />
Durga McBroom &#8211; vocals (4)<br />
Lorelei McBroom &#8211; vocals (4)<br />
Nad Sylvan &#8211; vocals (5)<br />
Malik Mansurov &#8211; tar (7)<br />
Ubaidulloev Sodirkhon Saydulloevich &#8211; dutar (7)<br />
</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Mix"></a>Der Surroundmix:</strong></p>
<p>Die ersten Mixe in Surround Sound, die Roger King für Steve Hackett erstellt hatte, waren noch ziemlich ernüchternd und wenig bis gar nicht diskret. Eine leichte Abwandlung des jetzigen Albumtitels würde diese Mixe perfekt beschreiben: Surrounded by Silence. Doch das neue Album heißt bekanntlich SURRENDER OF SILENCE, was man mit &#8222;Kapitulation der Stille&#8220; übersetzen könnte. Die Stille, die man früher aus den Rears vernommen hat, wenn man sich eines der früheren Hackett-Alben angehört hat, hat nun die weiße Fahne geschwenkt. Denn in der Tat bietet uns das Album im Surroundmix eine durchaus große Bandbreite an diskreter Verteilung der Instrumente im Raum.</p>
<p>Klar, der Mix von SURRENDER OF SILENCE spielt immer noch nicht in der obersten Liga. Das liegt aber dieses Mal nicht mehr am etwas konservativen Mix, sondern nur am Gesamtsound, den uns Roger King seit Jahren liefert. Ich bin einfach kein Freund von dem verhallten Mischmasch, dem dichten Sound, der den einzelnen Instrumenten kaum Luft zum atmen lässt. Hier muss man soundtechnisch deutlich Abstriche machen, auch wenn ich finde, dass das Album in Surround noch deutlich besser klingt als in Stereo. Vor allem lässt sich in 5.1 Hacketts Gitarre viel besser vom King‘schen Orchester separieren.</p>
<p>In Surround macht das Album deutlich mehr Spaß und gefällt mir um einiges besser, als wenn ich es nur in Stereo höre. Und das liegt in erster Linie am weitaus diskreten Mix. Dieses Mal hat Roger King durchaus viel in die hinteren Kanäle gemischt. Das sind zumeist seine Orchestersounds, Chöre, Keyboards und so weiter, aber gelegentlich hört man auch Gitarren und andere Saiteninstrumente aus den Rears. Gerade da, wo es opulent im Arrangement wird, wird man als Hörer von vielen Instrumenten eingekesselt. Etwas anders ist es, wenn es etwas rockiger zur Sache geht, Hackett ein schnelles Solo spielt und man nur noch Bass, Schlagzeug und vielleicht etwas Keyboards als Begleitung hört. In dem Fall wird der Mix dann wieder etwas frontlastiger, wie man es von früher kennt.</p>
<p>Mein persönliches Highlight im Surroundmix ist das acht Minuten lange <em>Shanghai To Samarkand</em>, ein Stück, welches aus verschiedenen Teilen besteht, aber dennoch etwas untypisch für Steve Hackett klingt. Erst gegen Ende gibt es ein typisches Solo, verpackt in einen an Led Zeppelins <em>Kashmir</em> erinnernden Rhythmus, vorher überlässt Hackett verschiedenen anderen Musikern die Bühne. Man bekommt eine Reihe an fremdartigen östlichen Saiteninstrumenten zu hören, dazu Streicher und Violinen, später auch Percussion. Das Ganze wird sehr diskret im Raum verteilt, dass unweigerlich eine Stimmung erzeugt wird, als befände man sich auf einer Reise.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung: </strong>89 %</span></p>
<hr />
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;"><strong>Vorhandene Tonformate: </strong><br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">DTS-HD Master Audio 5.1</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">LPCM (48 kHz / 24 bit) 5.1</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">LPCM (48 kHz / 24 bit) Stereo</span></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Start"></a>Album starten:</strong></p>
<p>Wenn man lediglich auf Enter klickt erklingt das Album nur in Stereo. Man kann über die Audiotaste auf 5.1 umschalten, aber da sind die ersten Takte des ersten Stückes längst erklungen. Vorher im Menü auf Surround umzustellen, macht selbst beim eingeschalteten Fernseher keinen Spaß:</p>
<p>RUNTER &gt; RECHTS &gt; RUNTER &gt; ENTER &gt; LINKS &gt; HOCH &gt; HOCH &gt; ENTER</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Abwertung:</strong> &#8211; 3,5%</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Bonus"></a>Bonusmaterial:</strong></p>
<p>Als Bonusmaterial gibt zwei Musikvideos zu zwei Stücken von Steve Hacketts letzten Album UNDER A MEDITERRANEAN SKY zusehen. Angucken auf eigene Gefahr, die Videos sind echt kitschig und überaus schlecht gemacht. Vielleicht ist das Kunst.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Aufwertung: </strong>+ 0,5%</span></p>
<hr />
<p><strong>Anspieltipp:</strong></p>
<p>Shanghai to Samarkand, Fox&#8217;s Tango</p>
<hr />
<p><strong><a id="Fazit"></a>Fazit:</strong></p>
<p>Musikalischer Stillstand trifft surround-abmischenden Fortschritt</p>
<p>Pros / Cons:<br />
<span style="font-size: 12px;">+ in weiten Teilen sehr guter Surroundmix<br />
+ zwei &#8222;Kunst&#8220;-Musikvideos als Bonus (+0.5%)<br />
+ High-Res (+1%)<br />
&#8211; Albumstart in Surround mit Problemen (-3,5%)<br />
&#8211; Kein Klang, um mit der Anlage zu protzen, es sei denn, Roger King ist zu Besuch<br />
&#8211; Steve Hackett stagniert in seinen Musikformen<br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>GESAMTWERTUNG: 83 %<br />
</strong></h2>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-12 size-medium" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-300x44.jpg" alt="" width="300" height="44" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-300x44.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4.jpg 317w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h2>
<h6><a href="https://surroundmixe.de/erlaeuterungen-zur-bewertung/"><span style="font-size: 8pt;">Erläuterungen zur Bewertung</span></a></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Verfuegbarkeit"></a>Verfügbarkeit:</strong></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>CD / Blu-ray: <span style="background-color: #ffffff; color: #333333;">Das Mediabook ist ohne Probleme für ca. 33 Euro zu bekommen.</span><br />
</em></span></p>
<p><em>Stand: 25.09.2021</em></p>
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<hr />
<p><strong>Links:</strong></p>
<h6><a href="http://www.hackettsongs.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Offizielle Webseite von Steve Hackett</a></h6>
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		<title>Genesis &#8211; Invisible Touch</title>
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					<comments>https://surroundmixe.de/genesis-invisible-touch/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Schlegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jul 2021 15:14:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[SACD]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1986 &#124; SACD + DVD &#124; Pop<br />
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<p>Der Sommer 1986. Obwohl ganz Europa radioaktiv belastet war, weil im April ein Reaktor in der Sowjetunion explodierte, hat man den Sommer 1986 als Bilderbuchsommer in Erinnerung. Es war heiß, man trug bunte Kleidung, Deutschland wurde in Mexiko Vizeweltmeister und eine Band brachte nach 3 Jahren ein neues Album heraus, welches wie perfekt in diese Zeit passte. <a class="more-link" href="https://surroundmixe.de/genesis-invisible-touch/">Weiterlesen …</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<hr />
<h5 style="text-align: center;"><span class="" style="color: #800000;"><span style="font-size: 16px;">Erscheinungsjahr 1986 | SACD + DVD | Pop<br />
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<p><span style="font-size: 12px;"><strong>Springen zu:</strong>  <a href="#Musik">Musik</a>  |  <a href="#Mix">Surroundmix</a>  |  <a href="#Start">Albumstart</a>  |  <a href="#Bonus">Bonusmaterial</a>  |  <a href="#Fazit">Fazit</a>  |  <a href="#Verfuegbarkeit">Verfügbarkeit</a></span></p>
<p>Der Sommer 1986. Obwohl ganz Europa radioaktiv belastet war, weil im April ein Reaktor in der Sowjetunion explodierte, hat man den Sommer 1986 als Bilderbuchsommer in Erinnerung. Es war heiß, man trug bunte Kleidung, Deutschland wurde in Mexiko Vizeweltmeister und eine Band brachte nach 3 Jahren ein neues Album heraus, welches wie perfekt in diese Zeit passte.</p>
<p>INVISIBLE TOUCH wurde das bis dahin erfolgreichste Album von Genesis. Mit dem Titelsong landete man auf Platz 1 in den USA, auch die anderen Singleauskopplungen schafften es dort in die Top 5. Für die langjährigen Fans, die die Band seit Jahren begleitetet haben, war das Album ein Schock. Was sich bereits auf den letzten beiden Alben angedeutet hatte, wurde auf INVISIBLE TOUCH zur Perfektion. Genesis sind im Pop angekommen. Sie spielten ein Album ein, welches locker und leicht klingt und daneben auch unterschwellig ernste, besorgte Töne lieferte, genau so, wie die Grundstimmung damals im Sommer herrschte.</p>
<p>2007 ist INVISIBLE TOUCH in einem von Nick Davis und Tony Banks erstellten Surroundmix veröffentlicht worden. Dieser befindet sich auf einer SACD und Bonus-DVD. Neben der Einzelveröffentlichung erschien das Album auch in der roten Genesis Box, welche die Jahre 1983 -1998 abdeckt.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2845 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/06/165-foto-genesis-invisible-touch.jpg" alt="Genesis Invisible Touch SACD" width="1000" height="667" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/06/165-foto-genesis-invisible-touch.jpg 1000w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/06/165-foto-genesis-invisible-touch-300x200.jpg 300w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2021/06/165-foto-genesis-invisible-touch-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Tracklist:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">1 Invisible Touch – 3:26<br />
2 Tonight, Tonight, Tonight – 8:50<br />
3 Land of Confusion – 4:44<br />
4 In Too Deep – 4:57<br />
5 Anything She Does – 4:20<br />
6 Domino (Pt. 1 – In the Glow of the Night, Pt. 2 – The Last Domino) – 10:41<br />
7 Throwing It All Away – 3:48<br />
8 The Brazilian – 4:49 </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Gesamtdauer: 46:11<br />
</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Musik"></a>Die Musik:</strong></p>
<p>Ich lernte INVISIBLE TOUCH erst im März 1991 kennen, als ich mir die Platte von meiner Schwester borgte. Während ich mir damals mit 15 das Album das erste Mal anhörte, war ich davon völlig begeistert, dass ich es mir anschließend noch drei Mal anhören musste. Mir gefiel einfach alles von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die Songs kamen mir aber alle völlig unbekannt vor, wogegen mir die Solohits von Phil Collins damals doch schon sehr vertraut waren. Anscheinend wurden diese weitaus häufiger im Radio gespielt als Stücke von Genesis. So hatte ich bei Genesis auch direkt den Eindruck, dass hier der Keyboarder der kreative Kopf sein müsse (bei den vielen Keyboard-Sounds!) und weniger Phil Collins. Wie dem auch sei, als ich im Sommer 1991 meine erste eigene Stereoanlage mit CD-Player bekam, war die erste CD, die ich mir gekauft habe, natürlich INVISIBLE TOUCH.</p>
<p>Ein halbes Jahr später brachte Genesis im selben Jahr ein neues Album heraus und ich lernte mit der Zeit den gesamten Katalog kennen. Heute sehe ich INVISIBLE TOUCH in einem ganz anderen Licht. Für mich ist es neben ihrem Debütalbum von 1969 das schwächste Werk der Band. Es klingt alles zu perfekt, zu glatt und zu sehr auf Zeitgeist getrimmt, dass es heute dann doch ziemlich altbacken klingt. Vor allem die E-Drums sind aus heutiger Sicht schwer zu ertragen.</p>
<p>Ich gehöre aber keineswegs zu der Fraktion, die Genesis den Wandel ihrer Musik vorwirft. Ich finde, das gehört zu einer Band dazu, dass sie sich weiterentwickelt und nicht stagniert. Das macht sie im eigentlichen Sinne erst progressiv. Mit den beiden langen Stücken und dem Instrumental <em>The Brazilian</em> ist ziemlich genau die Hälfte des Albums unverkennbar von einer Band, die noch zehn Jahre vorher entsprechenden Experimentiergeist hatte und als Progressive Rock Dinosaurier bekannt war. Nur hat sie ihrer Musik eine weitere Facette hinzugefügt, die der Pop-Musik.</p>
<p>Die meisten Stücke von INVISIBLE TOUCH hätten durchaus auch schon zehn Jahre früher geschrieben worden sein können, nur hätten sie dann eben noch anders geklungen. So finde ich, dass <em>Tonight, Tonight, Tonight</em> in der Songstruktur deutliche Parallelen zu <em>Mad Man Moon</em> von 1976 hat. Auch hier gibt es einen längeren Instrumentalteil, bei dem hier und da Figuren eingestreut werden, die an klassische Musik erinnern.</p>
<p>INVISIBLE TOUCH ist ein Album, welches ich mittlerweile eher selten höre. Dafür sind der Titelsong und <em>Land of Confusion</em> einfach zu sehr durchgenudelt. Die beiden Balladen, die auch noch Hits wurden, sind auch nichts, was man sich unbedingt öfter anhören müsste. Mir persönlich wäre es lieber, sie hätten stattdessen die B-Seiten <em>Feeding the Fire</em> und <em>Do The Neurotic</em> darauf getan. Aber dann wäre es vielleicht wieder zu progressiv.</p>
<p>Dennoch hat INVISIBLE TOUCH bei mir persönlich einen gewissen Stellenwert. Denn es hat mich zum Musikfan gemacht. Interessanterweise höre ich es vor allem im Sommer immer noch sehr gerne. Es bleibt ein Sommeralbum.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung:</strong> 80 %</span></p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 14px; color: #800000;">Besetzung:</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800000;">Tony Banks – keyboards, bass synth<br />
Phil Collins – drums, vocals<br />
Mike Rutherford – basses, guitars</span></p>
<hr />
<p><strong><a id="Mix"></a>Der Surroundmix:</strong></p>
<p>Bis auf das Erstlingswerk aus den späten 60er-Jahren, für das die Band keine Rechte besitzt, liegen alle Studioalben von Genesis auch in einer Abmischung in Surround Sound vor. Auffällig ist, dass die späteren kommerzielleren Alben weniger diskret abgemischt wurden, als die Alben aus den 70ern.</p>
<p>Dies gilt auch für INVISIBLE TOUCH. Hier liegt der Schwerpunkt viel mehr im Schaffen einer gewissen Atmosphäre mit Live-Charakter, obwohl die Band für die Aufnahmen niemals gleichzeitig musizierte. Stattdessen nahmen die Mitglieder ihre Parts weitestgehend nacheinander auf. Vielleicht war es der Wunsch von Keyboarder Tony Banks, der bei der Abmischung dabei war, dass das Album auch in Surround als Einheit klingt.</p>
<p>Vor allem das Titelstück klingt eher kompakt, als dass man inmitten der vielen Sounds baden könnte. Die Instrumente sind um den Hörer verteilt, ohne dass gezielt herausgehört werden könnte, welche Sounds sich da verbergen. Aus den Rears kommen auch Klänge, die aber eher das unterstützen, was auch aus den vorderen Lautsprechern kommt.</p>
<p>Anders ist das aber schon bei <em>Tonight, Tonight, Tonight</em>. Hier hat Nick Davis die komplette Rhythmik des Songs über alle Kanäle verteilt, was vor allem dem instrumentalen Mittelteil zu Gute kommt. Hier wird das Album dann maximal diskret, wenn auch die diversen Synthiesounds von Tony Banks aus allen Richtungen auf den Hörer einprasseln. Leichte Änderungen gibt es hier im Vergleich zum Originalmix. Entweder konnte man damals einiges nicht heraushören, oder aber man hat noch Keyboardparts hinzugefügt, die man 1986 in der Endabmischung verworfen hatte.</p>
<p>Es ist auffällig: Wenn die Surroundabmischung spektakulär wird, dann immer in den Songs, die die progressive Vergangenheit von Genesis heraufbeschwören. Dies ist bei dem acht Minuten langen <em>Tonight, Tonight, Tonight </em>so und erst recht im Instrumental <em>The Brazilian</em> und dem 11-Minuten-Epos <em>Domino</em> der Fall. <em>Domino</em> ist auch das Highlight im Mix. Zum einen hat im ersten Teil der Subwoofer bei sehr tiefen Einsätzen des Synth Bass Schwerstarbeit zu leisten, zum anderen enthält der zweite Teil eine Reihe an Sounds, die ihren Platz im Raum suchen. Hervorzuheben ist hier vor allem die Staccato-artige Gitarre Rutherfords, die in den ruhigeren Parts hinten links und rechts ordentlich für Atmosphäre sorgt.</p>
<p>Die restlichen (kürzeren) Songs, die fast allesamt als Single ausgekoppelt wurden, klingen in Surround etwas weniger spektakulär. Oftmals sind es die Keyboards, die man im hinteren Bereich hören kann. Bei <em>In Too Deep</em> wird z.B. deutlich, dass Tony Banks mehr als eine Fläche über den Song gelegt hat. Gelegentlich verirren sich auch einige Gitarrenparts von Mike Rutherford in die hinteren Kanäle, prominentestes Beispiel dürfte das einprägsame Gitarrenriff von <em>Land of Confusion</em> sein.</p>
<p>Leichte Änderungen gegenüber dem Originalmix gibt es im Stück<em> Anything she Does</em>. Dieses ist nun knapp 15 Sekunden länger als in der ursprünglichen Version, obwohl es damals wie heute ein ausgespieltes Ende hat und kein Fade-out. Was man also gut 20 Jahre lang kannte, war ein Edit, der dem Song ein paar Sekunden gegen Ende raubte und nicht auffiel.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Wertung: </strong>91 %</span></p>
<hr />
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;"><strong>Vorhandene Tonformate: </strong><br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">SACD DSD 5.1</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">SACD DSD 2.0<br />
</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">CD Audio</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">DTS 5.1  (96 kHz / 24 bit)</span></h6>
<h6 style="text-align: center;"><span style="color: #800000; font-size: 14px;">Dolby Digital 5.1</span></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Start"></a>Album starten:</strong></p>
<p>Die SACD lässt sich (sofern man ein SACD kompatibles Gerät hat und dieses so eingestellt hat) automatisch mit dem 5.1 Mix starten. Wer keinen SACD Player sein eigen nennt, kann den Surround-Mix auch von der DVD hören, der da in Dolly Digital und DTS 96/24 vorliegt. Großer Pluspunkt: Das Menü ist so konzipiert, dass man lediglich zweimal Enter drücken muss, um das Album in DTS hören zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong><a id="Bonus"></a>Bonusmaterial:</strong></p>
<p>Das Bonusmaterial ist reichlich! Auf der DVD befindet sich neben dem Surroundmix noch ein Interview mit den Bandmitgliedern zur Entstehung des Albums (19 Min). Außerdem gibt es noch fünf Musikvideos, allerdings fehlt das Video zu <em>Throwing it All Away</em>. Weiterhin gibt es eine Tour Doku (17 Min), ein Behind the Scenes Video zum Videodreh zu <em>Land Of Confusion </em>(9 Min)<em>, </em>eine TV-Doku aus der Zeit (25 Min) und das Tour Programm als Bildershow.</p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Aufwertung:</strong> +2 %</span></p>
<hr />
<p><strong>Anspieltipp:</strong></p>
<p>Domino</p>
<hr />
<p><strong><a id="Fazit"></a>Fazit:</strong></p>
<p>Bei vielen Fans nicht gemocht, obwohl INVISIBLE TOUCH viele zum Fan gemacht haben dürfte. Nicht der beste Surround Mix von Genesis, aber immer noch sehr gut.</p>
<p>Pros / Cons:<br />
<span style="font-size: 12px;">+ sehr guter Surroundmix<br />
+ High Resolution (+ 1%)<br />
+ Album lässt sich blind starten<br />
+ Bonusmaterial auf der DVD (+ 2%)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="text-align: left;"><strong>GESAMTWERTUNG: 91 %<br />
</strong></h2>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-13 size-full" src="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg" alt="" width="317" height="47" srcset="https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half.jpg 317w, https://surroundmixe.de/wp-content/uploads/2017/04/star-4-half-300x44.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px" /></h2>
<h6><a href="https://surroundmixe.de/erlaeuterungen-zur-bewertung/"><span style="font-size: 8pt;">Erläuterungen zur Bewertung</span></a></h6>
<hr />
<p><strong><a id="Verfuegbarkeit"></a>Verfügbarkeit:</strong></p>
<p><span style="color: #800000;"><em>SACD / DVD: <span style="background-color: #ffffff; color: #333333;">Der 2007 erschienene 5.1 Mix ist out of Print und nur noch für Preise jenseits von ca. 200 Euro (gebraucht!) zu bekommen. Die rote Box mit allen Alben von 1983-1998 kostet gar 500 € und mehr (statt der damaligen 100 €). </span><br />
</em></span></p>
<p><em>Stand: 21.07.2021</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong>Links:</strong></p>
<h6><a href="http://www.genesis-fanclub.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">It &#8211; Genesis Fanclub </a></h6>
<p>&nbsp;</p>
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