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	Kommentare zu: Frankie Goes to Hollywood &#8211; Welcome to The Pleasuredome	</title>
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	<description>Stereo ist nicht genug...   &#124;     Musik in Dolby Atmos und Surround Sound</description>
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		Von: R.W.		</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 08:18:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kann ich nur zustimmen B.org ,die Sacd klingt auch einfach Dynamischer!]]></description>
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		Von: B.org		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[B.org]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 18:01:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Insgesamt ist anzuerkennen, dass S. Wilson, der in der Fachwelt häufig überbewertet wird, seit seinem Atmos-Remix von &quot;Songs from the Big Chair&quot; (Tears for Fears) zunehmend erkannt hat, welches gestalterische Potenzial in Bewegungen von Instrumenten und Stimmen liegt. Solche räumlichen Verschiebungen lenken die Aufmerksamkeit des Hörers und lassen sich im objektbasierten Atmos-Format als eigenständiges Ausdrucksmittel nutzen. Das steht im Gegensatz zu seiner früheren Herangehensweise, bei der Surround-Versionen vor allem so aus den Einzelspuren aufgebaut wurden, dass sie dem Stereo-Original in Gesamteindruck und Positionierung möglichst nahekommen.
Diese Entwicklung ist grundsätzlich erfreulich, auch wenn sie Jahre auf sich warten ließ. In dieser Zeit sind leider zahlreiche Surround-Alben von diesem Workoholic entstanden, die trotz handwerklicher Sorgfalt eher konservativ, teilweise sogar langweilig und altbacken klangen. 
Und genau hier liegt der Kern der Diskussion: Sollte man sich möglichst eng am Stereo-Original orientieren, um den mitsummenden Hörer nicht zu irritieren oder sollte man die erweiterten Möglichkeiten von Atmos konsequenter nutzen, um das Material klanglich aufzuwerten und neu zu interpretieren? Aus meiner Sicht rechtfertigt gerade dieses objektbasierte Format einen spürbaren Mehrwert gegenüber der herkömmlichen Stereo-CD. 

Bleibt abzuwarten, ob sich dieser positivere Ansatz weiter durchsetzt oder ob Wilson wieder in frühere Muster zurückfällt – möglicherweise auch unter dem Einfluss einschränkender Vorgaben seitens der Labels.

Kritisch bleibt allerdings seine anhaltende Vorliebe für „EQ flat“. Dadurch wirkt etwa „Rage Hard“ (5.1-SACD) aus heutiger Hörperspektive deutlich kräftiger und bassbetonter, als diese zurückhaltende Atmos-Abstimmung.

Bei dieser 2025-Veröffentlichung ist zudem vieles misslungen. Zunächst verzögerte sich die Auslieferung aufgrund von Produktionsproblemen. Beim Hören zeigt sich dann, dass einige Titel Fehler oder Abweichungen enthalten. Offenbar waren etliche Elemente beziehungsweise Takes nicht mehr auffindbar, sodass Alternativtakes verwendet oder Passagen ganz weggelassen wurden. Betroffen sind unter anderem „Welcome to the Pleasure Dome“, „War“ (hier fehlen die Drumgewitter bei 23:56, 24:17 und 24:22 ..., wie bereits auf der „Rage Hard“-5.1-SACD, „Two Tribes“, wo im Intro große Teile der Ronald-Reagan-Speech fehlen, „Ballad of 32“, bei dem das Stöhnen zwar erhalten blieb, die Worte „Push, push“ jedoch fehlen, sowie „The Power of Love“, in dem einige Stimmen leicht verändert erscheinen.

Auch bei der Atmos-Umsetzung selbst stellen sich Fragen. Warum rauschen die Rolltor-Sounds in „Black Night, White Light“ zwischen den Heights von einer Seite zur anderen, statt sauber von den Heights nach unten in die 5.1-Ebene geführt zu werden? Der Eindruck entsteht, dass hier ein eigenwilliger kreativer Ansatz verfolgt wurde, der aber seltsam anmutet. Ebenso irritierend ist, dass Wilson nicht dort ansetzt, wo T. Horn 2001 aufgehört hat. Mehrere Surround-Ideen Horns sind im Atmos-Mix nicht mehr vorhanden, etwa kreisende Instrumentenbewegungen, alternative Track-Grundlagen oder bestimmte Remix-Ansätze bei „Ferry Cross the Mersey“ und „The Power of Love“. Zusammen mit den fehlenden Tracks und Stimmen im aktuellen Atmos-Mix bleibt der Gesamteindruck leider enttäuschend.

Fazit:
Die aufwertenden Atmos-Umsätzungen sind vorhanden. 
Wer von den konservativen  Beschneidungen Wilsons und den offensichtlich fehlenden Elementen absehen kann, darf hiermit zufrieden sein.
Allerdings halte ich die 5.1-SACD immernoch als die beste Produktion von FGTH, wenn auch keine objekt-basierten Soundflüge in den Hights stattfinden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Insgesamt ist anzuerkennen, dass S. Wilson, der in der Fachwelt häufig überbewertet wird, seit seinem Atmos-Remix von &#8222;Songs from the Big Chair&#8220; (Tears for Fears) zunehmend erkannt hat, welches gestalterische Potenzial in Bewegungen von Instrumenten und Stimmen liegt. Solche räumlichen Verschiebungen lenken die Aufmerksamkeit des Hörers und lassen sich im objektbasierten Atmos-Format als eigenständiges Ausdrucksmittel nutzen. Das steht im Gegensatz zu seiner früheren Herangehensweise, bei der Surround-Versionen vor allem so aus den Einzelspuren aufgebaut wurden, dass sie dem Stereo-Original in Gesamteindruck und Positionierung möglichst nahekommen.<br />
Diese Entwicklung ist grundsätzlich erfreulich, auch wenn sie Jahre auf sich warten ließ. In dieser Zeit sind leider zahlreiche Surround-Alben von diesem Workoholic entstanden, die trotz handwerklicher Sorgfalt eher konservativ, teilweise sogar langweilig und altbacken klangen.<br />
Und genau hier liegt der Kern der Diskussion: Sollte man sich möglichst eng am Stereo-Original orientieren, um den mitsummenden Hörer nicht zu irritieren oder sollte man die erweiterten Möglichkeiten von Atmos konsequenter nutzen, um das Material klanglich aufzuwerten und neu zu interpretieren? Aus meiner Sicht rechtfertigt gerade dieses objektbasierte Format einen spürbaren Mehrwert gegenüber der herkömmlichen Stereo-CD. </p>
<p>Bleibt abzuwarten, ob sich dieser positivere Ansatz weiter durchsetzt oder ob Wilson wieder in frühere Muster zurückfällt – möglicherweise auch unter dem Einfluss einschränkender Vorgaben seitens der Labels.</p>
<p>Kritisch bleibt allerdings seine anhaltende Vorliebe für „EQ flat“. Dadurch wirkt etwa „Rage Hard“ (5.1-SACD) aus heutiger Hörperspektive deutlich kräftiger und bassbetonter, als diese zurückhaltende Atmos-Abstimmung.</p>
<p>Bei dieser 2025-Veröffentlichung ist zudem vieles misslungen. Zunächst verzögerte sich die Auslieferung aufgrund von Produktionsproblemen. Beim Hören zeigt sich dann, dass einige Titel Fehler oder Abweichungen enthalten. Offenbar waren etliche Elemente beziehungsweise Takes nicht mehr auffindbar, sodass Alternativtakes verwendet oder Passagen ganz weggelassen wurden. Betroffen sind unter anderem „Welcome to the Pleasure Dome“, „War“ (hier fehlen die Drumgewitter bei 23:56, 24:17 und 24:22 &#8230;, wie bereits auf der „Rage Hard“-5.1-SACD, „Two Tribes“, wo im Intro große Teile der Ronald-Reagan-Speech fehlen, „Ballad of 32“, bei dem das Stöhnen zwar erhalten blieb, die Worte „Push, push“ jedoch fehlen, sowie „The Power of Love“, in dem einige Stimmen leicht verändert erscheinen.</p>
<p>Auch bei der Atmos-Umsetzung selbst stellen sich Fragen. Warum rauschen die Rolltor-Sounds in „Black Night, White Light“ zwischen den Heights von einer Seite zur anderen, statt sauber von den Heights nach unten in die 5.1-Ebene geführt zu werden? Der Eindruck entsteht, dass hier ein eigenwilliger kreativer Ansatz verfolgt wurde, der aber seltsam anmutet. Ebenso irritierend ist, dass Wilson nicht dort ansetzt, wo T. Horn 2001 aufgehört hat. Mehrere Surround-Ideen Horns sind im Atmos-Mix nicht mehr vorhanden, etwa kreisende Instrumentenbewegungen, alternative Track-Grundlagen oder bestimmte Remix-Ansätze bei „Ferry Cross the Mersey“ und „The Power of Love“. Zusammen mit den fehlenden Tracks und Stimmen im aktuellen Atmos-Mix bleibt der Gesamteindruck leider enttäuschend.</p>
<p>Fazit:<br />
Die aufwertenden Atmos-Umsätzungen sind vorhanden.<br />
Wer von den konservativen  Beschneidungen Wilsons und den offensichtlich fehlenden Elementen absehen kann, darf hiermit zufrieden sein.<br />
Allerdings halte ich die 5.1-SACD immernoch als die beste Produktion von FGTH, wenn auch keine objekt-basierten Soundflüge in den Hights stattfinden.</p>
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