XTC – Nonsuch


Erscheinungsjahr 1992 | DVD-Audio (auch als Blu-ray) | Alternative Rock

XTC ist eine der Bands, die die Ehre hat, ihre Platten von Steven Wilson in 5.1 remixed zu bekommen. Auf den ersten Blick mag dies etwas verwunderlich erscheinen, da Wilson vornehmlich Bands aus dem Bereich des Progressive Rock abarbeitet. XTC kommen zwar auch wie diese Bands aus England und haben sich in den 70er Jahren gegründet, sind aber eher dem New Wave zuzuordnen, also der Musikrichtung, die neben dem Punk dem Progressive Rock Ende der 70er Jahre schwer zusetzte.

Doch wenn man es nicht so genau nimmt mit Musikrichtungen, und außer Acht lässt, dass sich Prog und New Wave zueinander verhalten müssen wie Materie und Antimaterie, lässt sich in der Musik von XTC eine gemeinsame Schnittmenge heraushören. Die Musik von XTC ist, ähnlich wie die langen progressiven Epen, nichts, was man nebenbei hören kann, sondern eher etwas, auf das man sich einlassen muss. Es klingt zum Teil wie fröhliche Popsong, beherbergt aber beim richtigen hinhören genussvolle Arrangements und untypische Harmonien. Von Kritikern gefeiert und auf Händen getragen, konnten XTC aber nie wirklich viele Alben verkaufen. Hört man sich aber Platten wie DRUMS AND WIRES von 1979 an, welches wie eine Alternative Rock Veröffentlichung aus den 90ern klingt, kommt man zu dem Schluss, dass XTC durchaus die eine oder andere Band nachhaltig beeinflusst haben. weiterlesen…

King Crimson – Discipline


Erscheinungsjahr 1981 | DVD-Audio | Progressive Rock

Anfang der 80er Jahre belebte Gitarrist Robert Fripp seine Band King Crimson wieder, die er 1975 aufgelöst hatte. Zusammen mit Schlagzeuger Bill Bruford wollte er ursprünglich ein neues Bandprojekt mit dem Namen Discipline starten, doch bald einigte man sich darauf, wieder als King Crimson zu musizieren. Die Band komplettierten Bassist Tony Levin, der der Mann der tiefen Töne bei Peter Gabriel war und Gitarrist und Sänger Adrian Belew, der zuvor mit den Talking Heads arbeitete.

Im Gegensatz zu den progressiven King Crimsons der 70er Jahre, die je nach Album mal episch, mal etwas härter klangen, wurde der Sound der Band im neuen Lineup radikal geändert. Alles klang moderner, direkter und kokettierte stark mit dem aufkommenden New Wave. Man verwendete durchgehend unverzerrte Gitarren, die rasante Arpeggios spielten und zum großen Teil elektronisches Schlagzeug. Tony Levin spielte statt der normalen Bassgitarre häufig den Chapman Stick, der ihm ermöglichte, ungewöhnliche Basslinien zu spielen. weiterlesen…