R.E.M. – Automatic for the People


Erscheinungsjahr 1992 | DVD-Audio | Alternative Rock

Vor genau 25 Jahren veröffentlichte R.E.M. mit AUTOMATIC FOR THE PEOPLE das Album, welches heute von vielen als das Album des Jahres 1992 und als der Höhepunkt der Band angesehen wird. R.E.M. ließen den Nachfolger für OUT OF TIME, mit dem sie weltweit bekannt wurden, sehr zügig folgen. AUTOMATIC FOR THE PEOPLE wurde nur ein Jahr später veröffentlicht. Die Produktion begann unmittelbar nachdem man OUT OF TIME veröffentlicht hatte, da man auf eine ausgedehnte Tour verzichtete.

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XTC – Nonsuch


Erscheinungsjahr 1992 | DVD-Audio (auch als Blu-ray) | Alternative Rock

XTC ist eine der Bands, die die Ehre hat, ihre Platten von Steven Wilson in 5.1 remixed zu bekommen. Auf den ersten Blick mag dies etwas verwunderlich erscheinen, da Wilson vornehmlich Bands aus dem Bereich des Progressive Rock abarbeitet. XTC kommen zwar auch wie diese Bands aus England und haben sich in den 70er Jahren gegründet, sind aber eher dem New Wave zuzuordnen, also der Musikrichtung, die neben dem Punk dem Progressive Rock Ende der 70er Jahre schwer zusetzte.

Doch wenn man es nicht so genau nimmt mit Musikrichtungen, und außer Acht lässt, dass sich Prog und New Wave zueinander verhalten müssen wie Materie und Antimaterie, lässt sich in der Musik von XTC eine gemeinsame Schnittmenge heraushören. Die Musik von XTC ist, ähnlich wie die langen progressiven Epen, nichts, was man nebenbei hören kann, sondern eher etwas, auf das man sich einlassen muss. Es klingt zum Teil wie fröhliche Popsong, beherbergt aber beim richtigen hinhören genussvolle Arrangements und untypische Harmonien. Von Kritikern gefeiert und auf Händen getragen, konnten XTC aber nie wirklich viele Alben verkaufen. Hört man sich aber Platten wie DRUMS AND WIRES von 1979 an, welches wie eine Alternative Rock Veröffentlichung aus den 90ern klingt, kommt man zu dem Schluss, dass XTC durchaus die eine oder andere Band nachhaltig beeinflusst haben. weiterlesen…

Riverside – Love, Fear and the Time Machine


Erscheinungsjahr 2015 | DVD-Audio | Progressive Rock

Bei Riverside handelt es sich um eine aus Polen stammende Band, die Progressive Rock spielt. Eigentlich kann ich mit modernen Progressive Rock Bands recht wenig anfangen. Musik zu machen, wie sie Bands (wie Genesis, Yes, Pink Floyd) bereits vor 45 Jahren gemacht haben, um innovativ und neu zu klingen, ist heute alles andere als innovativ oder gar progressiv im eigentlichen Sinne des Wortes. So habe ich die letzten Jahre Riverside völlig ignoriert, obwohl ich bereits viele begeisterte Kommentare vernommen habe und mich stets gewundert habe, dass eine polnische Band westlich von Oder und Neiße so angesagt ist, und das nicht nur in Deutschland, sondern Weltweit.

Als ich zufällig erfuhr, dass das aktuelle Album LOVE, FEAR AND THE TIME MACHINE in 5.1 aufgelegt wird, stieg schlagartig mein Interesse, denn man ist ja immer auf der Suche nach neuen Alben im Surroundsound. Also habe ich mal bei Youtube reingehört und war sofort angefixt. Es sind nicht nur die tollen Melodien und die geschmackvollen Arrangements, die mich begeistern. Riverside macht nicht stur auf 70er Jahre Prog mit typischem 70er Jahre Sound, sondern nutzt auch hier und da elektronische Effekte, die alles moderner und zeitgemäßer klingen lassen. Und die Jungs fürchten sich auch nicht davor, gelegentlich etwas bewusst poppiger zu klingen und zum Beispiel an A-ha zu erinnern. weiterlesen…

King Crimson – Discipline


Erscheinungsjahr 1981 | DVD-Audio | Progressive Rock

Anfang der 80er Jahre belebte Gitarrist Robert Fripp seine Band King Crimson wieder, die er 1975 aufgelöst hatte. Zusammen mit Schlagzeuger Bill Bruford wollte er ursprünglich ein neues Bandprojekt mit dem Namen Discipline starten, doch bald einigte man sich darauf, wieder als King Crimson zu musizieren. Die Band komplettierten Bassist Tony Levin, der der Mann der tiefen Töne bei Peter Gabriel war und Gitarrist und Sänger Adrian Belew, der zuvor mit den Talking Heads arbeitete.

Im Gegensatz zu den progressiven King Crimsons der 70er Jahre, die je nach Album mal episch, mal etwas härter klangen, wurde der Sound der Band im neuen Lineup radikal geändert. Alles klang moderner, direkter und kokettierte stark mit dem aufkommenden New Wave. Man verwendete durchgehend unverzerrte Gitarren, die rasante Arpeggios spielten und zum großen Teil elektronisches Schlagzeug. Tony Levin spielte statt der normalen Bassgitarre häufig den Chapman Stick, der ihm ermöglichte, ungewöhnliche Basslinien zu spielen. weiterlesen…

R.E.M. – Green


Erscheinungsjahr 1988 | DVD-Audio | Alternative Rock

GREEN war das erste Album, welches die amerikanische Band R.E.M. über eine große Plattenfirma (Warner) veröffentlichte. Mit diesem Album gelang ihnen im Heimatland der endgültige Durchbruch. International passierte das erst mit dem nächsten (OUT OF TIME), auf dem sich das allseits bekannte Losing My Religion befindet.

Waren die ersten R.E.M. Veröffentlichungen im großen Ganzen melancholische Songs in Moll, wollte man jetzt vermehrt ironische Popsongs in Dur schreiben. Hinzu kam der Einsatz von ungewohnten Instrumenten wie, Akkordeon, Mandoline und Hawaiigitarre. weiterlesen…

Anthony Phillips – The Geese and the Ghost


Erscheinungsjahr 1977 | DVD-Audio | Progressive Rock

In den 60er Jahren besuchte Anthony Phillips das englische Internat Charterhouse und lernte dort einige Mitschüler kennen, mit denen er eine Band mit dem Namen Genesis gründete. Obwohl er fast zwei Jahre jünger war als die anderen, wurde er schnell die treibende Kraft. Nach den ersten beiden Alben verließ Philipps 1970 aufgrund starken Lampenfiebers und Ermüdung die noch junge Gruppe und studierte an der Hochschule Musik.

1973 begann schließlich, gemeinsam mit seinem alten Freund und Genesis-Bassisten Mike Rutherford, die Arbeit an seinem ersten Soloalbum. Vor allem das zweite Genesis Album Trespass, an dem Phillips noch maßgeblich beteiligt war, nutzte ausgiebig den von ihm und Rutherford entwickelten Sound auf 12-saitigen Akustikgitarren. Diesen Sound wollte man nun weiterentwickeln. Die Arbeit zog sich über viele Jahre, da Rutherford natürlich mit seiner Hauptband ständig am Touren und Aufnehmen war. So kam THE GEESE AND THE GHOST erst im Jahr 1977 heraus, zu einer Zeit als mittlerweile Punk und schlechte Attitüde an der Tagesordnung waren und 12-saitige-Gitarrenmusik so out war, wie VHS Videokassetten im Jahr 2017. weiterlesen…