Einkaufszettel 2018 – Was bisher geschah!


Das wurde 2018 bisher in Surround Sound veröffentlicht

Vor kurzer Zeit habe ich irgendwo gelesen, dass nie zuvor so viele Alben in Surround Sound veröffentlicht wurden, wie in diesem Jahr. Diese Aussage machte mich zunächst etwas stutzig, weil ich eigentlich davon ausgegangen bin, dass die Hochzeit der 5.1-Musik eher in den ersten Jahren der 2000er zu finden war, als noch DVD-Audio und die SACD um die Nachfolge der CD kämpften, und den lachenden Dritten (die MP3-Datei) völlig ignorierten.

Wie dem auch sei, ich wollte eh längst einen kleinen Überblick machen, was alles dieses Jahr erschienen ist und was noch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erscheint. Es wird Zeit, es jetzt zu tun, bevor das Jahr vorbei ist und das meiste der Veröffentlichungen eventuell schon ausverkauft ist. Das kann leider manchmal sehr schnell gehen. Einige der Alben werde ich natürlich auf dieser Seite im späteren Verlauf noch näher besprechen.


Erschienen und bereits auf surroundmixe.de vorgestellt wurden:

Fleetwood Mac – Fleetwood Mac (1975 – Deluxe Box – DVD)

Fleetwood Mac Surround Sound Mix Deluxe Edition

Jethro Tull – Heavy Horses (1978 – Mediabook – DVD)

Marillion – Brave (1994 – Mediabook – Bluray)


Außerdem wurden in diesem Jahr von folgenden Künstlern interessante Alben in 5.1 veröffentlicht:

Art Garfunkel

Der singende Kollege von Paul Simon versuchte in den 70ern als Schauspieler Fuß zu fassen und veröffentlichte zudem auch eine Reihe von Alben, die durchaus einigen Erfolg hatten. Diese wurden seinerzeit auch in einer quadrophonischen Ausgabe heraus gebracht und nun von dem Label Vocalion aus England auf hybride SACD wiederveröffentlicht. Das ist zum einen das Album Angel Clare aus dem Jahr 1973 und Breakaway aus dem Jahr 1975. Beide sind relativ günstig für ca. 15 Euro zu haben. Bei dem Preis habe zugeschlagen und werde diese demnächst näher rezensieren.

 

Roxy Music

Das erste Album von Roxy Music aus dem Jahr 1972 wurde von Steven Wilson in 5.1 remixt. Veröffentlicht wurde es in Form von drei CDs, die das Album, Outtakes und BBC Sessions beinhalten und einer DVD mit dem Surround Sound Mix. Knackpunkt: Der Preis. Vollkommen überzogen mit knapp 130 Euro. Da fragt man sich, warum die Veröffentlichungen von Jethro Tull und Marillion mit ca. 30 Euro auskommen. Selbst die Deluxe Box von Fleetwood Mac kostet die Hälfte und beinhaltet noch eine Vinylplatte. Schade, ich hätte das Teil gerne mein Eigen genannt. Aber: Wer zu gierig ist, wird hier nicht rezensiert!

 

Guns‘n‘Roses

Auch die sind gierig. Die Super-Duper-Ultra-Deluxe-Box des Megasellers Appetite for Destruction aus dem Jahr 1987 mit 20 Tonträgern beinhaltet auch einen Surroundmix. Die Box kostet über 800 Euro – Player und Verstärker sind da nicht inbegriffen, auch wenn der Preis das vermuten lässt. Die gute Nachricht, es gibt noch eine abgespeckte Variante, die ebenfalls den 5.1-Mix hat. Die Schlechte: Auch diese Ausgabe kostet 150 Euro und beinhaltet neben der Bluray noch 4 CDs. Wer Interesse daran hat: Auf Amazon.uk habe ich es schon einige Male für etwa 80 Euro gesehen.

 

Chris Squire

Der mittlerweile verstorbene Kultbassist von Yes hat in den 70ern ein vielbeachtetes Album mit dem Namen Fish Out of Water herausgebracht. Auch dieser Surroundmix (erstellt von Jakko Jakszyk, aktuell mit King Crimson auf Tour) ist Bestandteil einer teuren Deluxe Box um die 100 Euro, die aber zugegebenermaßen noch 3 Vinylplatten enthält.

 

Robert Reed

Viel preisgünstiger kommt man mit Robert Reed weg. Seine dritte Hommage an das Frühwerk von Mike Oldfield mit dem Titel Sanctuary III gibt es als Doppel-CD mit Surround Sound in DTS 96/24 auf DVD zu einem fairen Preis von ca. 20 Euro. Reed macht wie Oldfield seinen Mix selber und scheint das auch deutlich besser zu können (siehe meine Tubular Bells Rezi). Jeder, der Fan von den instrumentalen frühen Sachen von Mike Oldfield ist, sollte hier unbedingt reinhören und vorurteilsfrei ignorieren, dass hier jemand nahezu schamlos Oldfields einzigartigen Sound kopiert. Ich habe mich auch jahrelang gesträubt, muss aber sagen, dass die Sanctuary-Reihe zu Recht sehr gelobt wird. Robert Reed ist im übrigen hauptberuflich Kopf der Progressive Rock Band Magenta. Auch deren Alben sind in 5.1 gemixt worden, am Rande bemerkt. Sanctuary III wird von mir in diesem Jahr noch besprochen!

 

Djabe

Die ungarische Jazz-Formation Djabe bringen ihre Alben auch immer in 5.1 heraus, die günstig (10-13 Euro!) in ihrem Shop als DVD-Audio zu bekommen sind. Letztes Jahr war ich ja schwer begeistert von ihrer Kollaboration mit Steve Hackett (Life is a Journey – hier nachlesen). In diesem Jahr ist ihr neues Werk Flow erschienen. Wird vermutlich auch von mir besprochen, ich habs allerdings noch nicht. Wenn da nicht gerade der Name Steve Hackett auf dem Cover herumgeistert, sind die Alben von Djabe in Deutschland relativ schwer zu bekommen.

 

Barclay James Harvest

Das erste Album der britischen Progressive Rock Band aus dem 1970 ist in diesem Jahr in einer Deluxe Edition veröffentlicht worden mit 3 CDs und DVD mit 5.1 Mix. In Deutschland relativ teuer mit ca. 80 Euro. Ich empfehle auf englische Seiten (Amazon, Cherry Red Records) auszuweichen, da kostet es momentan umgerechnet knapp über 60 Euro.

 

Styx

Die amerikanische Band Styx war vor allem in den 70ern und 80ern schwer angesagt. Im letzten Jahr veröffentlichte die Band mit The Mission ein Konzeptalbum, das eine Mars-Mission im Jahr 2033 als Thema hat. Dieses Album wurde nun auch als Special Edition mit einer Bluray veröffentlicht, die den Surroundmix des Albums enthält. Ich habe sie nur im Amazon Marketplace gefunden für etwa 17 Euro.

 

The Alan Parsons Project

Das sechste Studioalbum Eye in the Sky aus dem Jahr 1982 ist in einer teuren Deluxebox erschienen für die man über 80 Euro blechen muss. Doch halt! Wer sich nur für den Surroundmix interessiert, der greift zur Bluray-Ausgabe. Die gibts für um die 20 Euro.

 

The Band

Die Band, die in den 70ern auch einige Alben mit Bob Dylan aufnahm, hat kürzlich ihr Erstlingswerk aus dem Jahr 1968 veröffentlicht. Auch Music from The Big Pink gibt es in 5.1 in einer teuren Deluxe Box im hohen zweistelligen Bereich.

 

Jean Michael Jarre

Wer meint teure Deluxe Boxen mit Vinyl wären was für Hipster, der sollte ein Auge auf die neue Deluxe Box Planet Jarre werfen, die auf die letzten 50 musikalischen Jahre des Franzosen zurückblickt. Diese ist letzte Woche erschienen, hat zwar keine Vinyl-Scheiben, dafür aber zwei Audiokassetten! Ein Medium, auf dem sich einige Stücke in 5.1 befinden gibt es in der Box gar nicht. Dafür gibt es einen Downloadcode für mp4-Dateien (also Videodateien), die in Surround sind. Sagen wir mal so, es ist eine Idee, eine Deluxe Box so zusammenzustellen…

 

Nächste Woche geht es weiter mit einigen Vorankündigungen zu weiteren Veröffentlichungen, die das Weihnachtsgeschäft ankurbeln wollen.


 

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